StartFeuerwehreinsätzeGroßbrand in Stockach: Flammen in Geschäftsgebäude gelöscht

Großbrand in Stockach: Flammen in Geschäftsgebäude gelöscht

Großaufgebot von Feuerwehr und DRK in der Heinrich-Fahr-Straße – Drohneneinsatz zur Suche nach Glutnestern – Massive Behinderungen an der „Schiesser-Kreuzung“.

Ein verheerender Großbrand in Stockach hat in der Nacht zu Donnerstag, den 02.04.2026, einen massiven Einsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Gegen 02:30 Uhr wurde die Feuerwehr zunächst mit dem Stichwort „Brand im Gebäude“ in die Heinrich-Fahr-Straße alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einheiten der Kernstadt bot sich eine kritische Lage: Im obersten Stockwerk eines dreistöckigen Geschäftsgebäudes schlugen Flammen aus den Fenstern. Aufgrund der rasanten Brandausbreitung wurde das Einsatzstichwort umgehend auf B4 erhöht. Dies führte zur Nachalarmierung zahlreicher Abteilungen, darunter Mahlspüren im Hegau, Mahlspüren im Tal/Seelfingen sowie Espasingen. Zur Unterstützung rückten zudem Spezialkräfte aus Radolfzell mit einer weiteren Drehleiter und einem Abrollbehälter Atemschutz an.

Intensiver Innenangriff unter Atemschutz

Vom Brand betroffen waren primär die Sozialräume sowie angrenzende Lagerräume einer ansässigen Firma. Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer unter hohem personellem Aufwand mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz im Innenangriff. Parallel dazu wurde ein massiver Außenangriff über zwei Drehleitern eingeleitet. Nach etwa zwei Stunden intensiver Arbeit konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Um sicherzugehen, dass keine versteckten Brandherde zurückblieben, kontrollierte die Drohnengruppe des Landkreises die Dachhaut aus der Luft. Im Gebäudeinneren mussten die Einsatzkräfte zudem Teile der Trockenbauwände entfernen, um letzte Glutnester mit Wärmebildkameras aufzuspüren und abzulöschen.

Logistische Meisterleistung nach dem Großbrand in Stockach

Insgesamt waren rund 90 Feuerwehrangehörige sowie Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes vor Ort. Da sich der Einsatz bis in den Morgen hinzog, übernahm der DRK Ortsverein Singen die Verpflegung der Helfer an der Einsatzstelle. Die Absicherung der Brandschützer wurde durch die DRK Ortsvereine Radolfzell und Stockach gewährleistet.

Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr

Der Einsatz und die Positionierung der zahlreichen Großfahrzeuge hatten Auswirkungen auf den lokalen Verkehr. Insbesondere im Bereich der sogenannten „Schiesser-Kreuzung“ kam es während der Löscharbeiten und der anschließenden Aufräumphase zu spürbaren Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache aufgenommen. Auch ein Fachberater des THW wurde hinzugezogen, um die Statik des betroffenen Stockwerks nach dem Großbrand in Stockach zu bewerten. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen beträchtlich sein.