Die Sicherheit beim selbstständigen Reifenwechseln steht für viele Autofahrer nach den Osterfeiertagen ganz oben auf der Agenda. Pünktlich zum Start der warmen Jahreszeit tauschen viele Fahrbesitzer die Winter- gegen Sommerräder in der eigenen Garage oder Einfahrt. Doch wer Kosten sparen möchte, darf keinesfalls an der falschen Stelle sparen: Jährlich ereignen sich schwere Unfälle, weil Fahrzeuge vom Wagenheber rutschen oder Werkzeuge falsch bedient werden. Ein stabiler, ebener und fester Untergrund ist daher die unverzichtbare Grundvoraussetzung für jedes Vorhaben am Auto.
Hochwertiges Werkzeug als Lebensversicherung
Um die maximale Stabilität während der Montage zu gewährleisten, sollte niemals allein auf den oft instabilen Standard-Wagenheber aus dem Bordwerkzeug vertraut werden. Experten raten für die Sicherheit beim selbstständigen Reifenwechseln zur Nutzung eines hochwertigen Rangierwagenhebers sowie zusätzlicher Unterstellböcke. Diese mechanischen Hilfsmittel verhindern zuverlässig, dass das Fahrzeug unkontrolliert absinkt, sollte die Hydraulik des Hebers nachgeben. Ein Drehmomentschlüssel ist zudem unverzichtbar, um die Radmuttern exakt nach Herstellervorgaben anzuziehen.
Vorbereitung und Absicherung: Sicherheit beim selbstständigen Reifenwechseln
Ein oft unterschätzter Faktor ist das konsequente Sichern des Wagens gegen Wegrollen. Bevor das Fahrzeug angehoben wird, muss die Handbremse fest angezogen und der erste Gang (bei Automatikgetrieben die Stellung „P“) eingelegt sein. Zusätzlich sollten die Räder, die am Boden verbleiben, mit Keilen blockiert werden. Achten Sie beim Ansetzen des Hebers penibel auf die vom Hersteller vorgegebenen Aufnahmepunkte am Unterboden, um Karosserieschäden oder ein Abrutschen zu vermeiden.
Luftdruckprüfung und Nachkontrolle
Die Arbeit endet nicht mit dem Herunterlassen des Wagens. Unmittelbar nach dem Wechsel sollte der Reifendruck an der nächsten Tankstelle geprüft und gegebenenfalls angepasst werden, da ein falscher Luftdruck die Bremswege massiv verlängert.
Radmuttern nach 50 Kilometern prüfen
Besonders wichtig für die langfristige Fahrtüchtigkeit: Nach etwa 50 bis 100 gefahrenen Kilometern müssen alle Radmuttern zwingend nochmals mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen werden. Erst durch diese abschließende Kontrolle ist ein dauerhaft sicherer Halt der Räder über die gesamte Sommersaison garantiert. Mit diesen einfachen, aber effektiven Maßnahmen erhöhen Sie die Sicherheit beim selbstständigen Reifenwechseln und schützen sich sowie andere Verkehrsteilnehmer vor vermeidbaren Risiken.

