StartPolizeimeldungenFlugzeugabsturz im Hürtgenwald: Fluglehrer und Schüler sterben

Flugzeugabsturz im Hürtgenwald: Fluglehrer und Schüler sterben

Zwei Tote nach Absturz eines einmotorigen Kleinflugzeugs – Opfer stammen aus Lohmar und Mönchengladbach – Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nimmt Ermittlungen auf.

Ein erschütternder Flugzeugabsturz im Hürtgenwald hat am Dienstagnachmittag, den 14.04.2026, zwei Menschenleben gefordert. Gegen 16:40 Uhr stürzte eine einmotorige Maschine im Bereich der Wehebachtalsperre aus bislang ungeklärter Ursache in ein bewaldetes Gebiet. Rettungskräfte von Feuerwehr und Polizei eilten unmittelbar nach dem Notruf zur Unfallstelle, konnten für die Insassen jedoch nichts mehr tun. Wie die Polizei in einem aktuellen Update bestätigte, handelt es sich bei den Verstorbenen um einen 56-jährigen Fluglehrer aus Lohmar und seinen 22-jährigen Flugschüler aus Mönchengladbach. Die Maschine war zuvor vom nahegelegenen Flugplatz Merzbrück zu einem routinemäßigen Trainingsflug gestartet.

Schwierige Bergungsbedingungen im Forst

Die Absturzstelle im dichten Waldgebiet der Talsperre stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Aufgrund der schwierigen örtlichen Gegebenheiten und der einsetzenden Dunkelheit mussten die polizeilichen Maßnahmen sowie die Arbeit der Sachverständigen in der Nacht vorübergehend unterbrochen werden. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften sicherte das Trümmerfeld weiträumig ab, um die Unfallspuren für die weiteren Untersuchungen zu konservieren.

Experten untersuchen Ursache für Flugzeugabsturz im Hürtgenwald

Mit dem ersten Tageslicht am Mittwochmorgen, den 15.04.2026, haben Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ihre Arbeit vor Ort wieder aufgenommen. Die Experten sichern derzeit Wrackteile und werten Flugdaten aus, um zu rekonstruieren, warum das Kleinflugzeug plötzlich an Höhe verlor.

Flugplatz Merzbrück unter Schock

Das betroffene Luftfahrzeug sollte nach dem Übungsflug ursprünglich zum Flugplatz Merzbrück zurückkehren. Dort herrscht nach Bekanntwerden der Identität der Opfer tiefe Betroffenheit. Die unmittelbare Absturzstelle bleibt bis zum Abschluss der komplexen Bergungsarbeiten des Flugzeugwracks für die Öffentlichkeit gesperrt.

Weitere Personen am Boden wurden bei dem Flugzeugabsturz im Hürtgenwald glücklicherweise nicht verletzt. Die Ermittler der Kriminalpolizei unterstützen die BFU bei der Identifizierung technischer Defekte oder möglicher menschlicher Fehler. Ergebnisse zur genauen Absturzursache werden erst nach der Auswertung aller Beweismittel in einigen Wochen erwartet.