Ein herzbereitender Einsatz der Feuerwehr Dinslaken sorgte am heutigen Sonntag, den 19.04.2026, für Aufsehen in der Innenstadt. Ein aufmerksamer Bürger hatte auf einem Flachdach eine Entenfamilie in Not bemerkt und die Rettungskräfte verständigt. Da die zwölf Küken noch sehr klein waren, war es ihnen unmöglich, das hohe Dach aus eigener Kraft sicher zu verlassen. Die Feuerwehr rückte umgehend aus, um Mutter und Nachwuchs aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Vor Ort verschafften sich die Einsatzkräfte zunächst einen Überblick über die Situation und bereiteten die Rettung mittels einer vierteiligen Steckleiter vor.
Küken meistern gewagten Sprung
Während die Feuerwehrleute versuchten, die Tiere behutsam zu sichern, ergriff die Entenmutter die Initiative und flatterte selbstständig vom Dach zu Boden. Fünf ihrer Küken bewiesen Mut und folgten ihr mit einem beherzten Sprung. Die Einsatzkräfte reagierten blitzschnell und konnten die kleinen Vögel sicher auffangen, sodass sie wohlbehalten am Boden abgesetzt werden konnten. Die verbleibenden sieben Küken wurden von den Rettern in eine Transportbox gesetzt und anschließend sicher nach unten transportiert.
„Energy Run“ erschwert Rückweg nach dem Einsatz der Feuerwehr Dinslaken
Nachdem die Entenfamilie am Boden wieder glücklich vereint war, wartete auf die Feuerwehrkollegen eine ganz andere Herausforderung. Aufgrund der Sportveranstaltung „Energy Run“ war die gesamte Innenstadt großräumig abgesperrt. Der Rückweg zur Feuer- und Rettungswache gestaltete sich daher komplizierter als gewöhnlich. Schließlich blieb den Einsatzkräften nichts anderes übrig, als einen Teil der abgesperrten Laufstrecke mit ihrem Fahrzeug zu befahren.
Freudiger Empfang auf der Laufstrecke
Die Fahrt über die Rennstrecke wurde für die Retter zu einem kleinen Triumphzug. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie die teilnehmenden Läuferinnen und Läufer winkten den Einsatzkräften begeistert zu. Es dürfte wohl das einzige Mal gewesen sein, dass ein schweres Feuerwehrfahrzeug die Strecke des „Energy Run“ ohne offizielle Startnummer absolvierte.
Am Ende des Tages hieß es bei diesem Einsatz der Feuerwehr Dinslaken treffend: „Ente gut, alles gut“. Die gefiederten Stadtbewohner konnten in die Freiheit entlassen werden, und die Feuerwehr kehrte nach diesem nicht alltäglichen Erlebnis wohlbehalten zur Wache zurück.

