Ein dramatischer Zusammenstoß hat am Mittwochmittag, den 4. März 2026, zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte in Osthessen geführt. Gegen 13:40 Uhr ereignete sich ein schwerer Unfall auf der BAB 66 in Fahrtrichtung Neuhof, kurz nach der Anschlussstelle Eichenzell. Ein 3,5-Tonnen-Transporter prallte mit hoher Wucht gegen das Heck eines vorausfahrenden Lastwagens, wobei sich die Fahrzeuge ineinander verkeilten.
Kollision bei Kilometer 199: Ursache rätselhaft
Nach Angaben eines unabhängigen Augenzeugen befuhr ein 24-jähriger Mann aus Gelnhausen mit seinem Transporter zunächst den linken Fahrstreifen. Aus bislang ungeklärter Ursache wechselte das Fahrzeug bei Kilometer 199,0 plötzlich auf die rechte Spur. Dort war zeitgleich ein 61-jähriger Fahrer aus Westerngrund mit seinem LKW samt Absetzcontainer unterwegs.
Der Transporter prallte seitlich mit der Beifahrerfront gegen das Heck des Lasters. Durch die Wucht der Kollision verkeilte sich die Beifahrertür des Transporters so massiv mit der Fahrerseite des LKW-Hecks, dass das leichtere Fahrzeug noch einige Meter mitgeschleift wurde, bevor beide Gespanne zum Stillstand kamen.
Feuerwehr muss Beifahrer aus Wrack befreien
Während der 24-jährige Unfallverursacher seinen Wagen verlassen konnte, gestaltete sich die Rettung seines 52-jährigen Mitfahrers schwierig. Die Beifahrertür war derart deformiert, dass die herbeigeeilte Feuerwehr Eichenzell schweres technisches Gerät einsetzen musste, um den Mann aus dem Wrack zu befreien.
Beide Insassen des Transporters erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Sie waren an der Unfallstelle jedoch orientiert und ansprechbar. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurden beide Männer in umliegende Krankenhäuser transportiert. Ein ebenfalls alarmierter Rettungshubschrauber landete zwar direkt auf der Autobahn, wurde für den eigentlichen Patiententransport jedoch nicht mehr benötigt. Der LKW-Fahrer kam mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung nach Unfall auf der BAB 66
Infolge des Unfall auf der BAB 66 wurde gegen den 24-jährigen Transporterfahrer ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die genaue Rekonstruktion des Spurwechsels ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Unterstützt wurden sie von vier Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Fulda, welche die Unfallstelle absicherten, sowie zwei Beamten der Polizeiautobahnstation Petersberg. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Strecke Richtung Neuhof.

