StartPolizeimeldungenUnfall in Kreuztal-Krombach: Ford rast unter Sattelzug

Unfall in Kreuztal-Krombach: Ford rast unter Sattelzug

Ford-Fahrer überholt in unübersichtlicher Kurve – Pkw verkeilt sich nach 170 Metern Schleuderfahrt unter Sattelzug – Fahrer kann Wrack selbstständig verlassen – Polizei stellt Führerschein sicher.

Ein schwerer Unfall in Kreuztal-Krombach hat am Montagabend, den 27.04.2026, zu einem größeren Polizeieinsatz geführt. Gegen 19:35 Uhr war ein 31-jähriger Mann mit seinem Ford Focus auf der Landstraße L 729 von der Krombacher Höhe in Fahrtrichtung Kreuztal-Krombach unterwegs. Auf der kurvenreichen Gefällestrecke setzte der Fahrer trotz unübersichtlicher Straßeneinsicht zum Überholen eines vorausfahrenden Pkw an. Nachdem er den Überholvorgang abgeschlossen hatte, verlor der Mann bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen.

170 Meter lange Schleuderspur bis zur Kollision

Die Rekonstruktion des Unfallhergangs verdeutlicht die Wucht des Geschehens: Der Ford geriet zunächst ins Schleudern und auf die Gegenfahrbahn, bevor er zurück nach rechts driftete. Nach einer über 170 Meter langen Drift- und Schleuderspur raste der Pkw über einen Grünstreifen auf einen Parkplatz und prallte dort frontal unter das Ende eines abgestellten Sattelzuges. Das Fahrzeug verkeilte sich dabei massiv unter dem Auflieger.

Ermittlungen wegen Straßenverkehrsgefährdung nach Unfall in Kreuztal-Krombach

Trotz der massiven Beschädigungen an seinem Ford Focus geschah das fast Unmögliche: Der 31-Jährige konnte sein völlig zerstörtes Auto eigenständig verlassen. Da er jedoch erkennbare Verletzungen aufwies, wurde er nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Polizei stellt Führerschein sicher

Für den Fahrer hat der Abend juristische Konsequenzen. Da er in der 70er-Zone mutmaßlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig überholt hatte, stellten die Beamten noch vor Ort seinen Führerschein sicher. Es besteht der dringende Verdacht der Straßenverkehrsgefährdung. Das Verkehrskommissariat hat die weiteren Ermittlungen zum Unfall in Kreuztal-Krombach übernommen.

Die Polizei nutzt diesen Vorfall für einen eindringlichen Appell an alle Verkehrsteilnehmer: Überholvorgänge sollten nur bei kompletter Einsicht in den Straßenverlauf gestartet werden. Da überhöhte Geschwindigkeit oft die Hauptursache für schwere Unfallfolgen ist, sei das Einhalten der Tempolimits lebenswichtig.