Die Bundeswehr und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verstärken den Schutz Kritischer Infrastrukturen massiv. Fachleute aus der Verwaltung und dem Militär kamen am 22. und 23. April 2026 zu einem ersten Workshop zusammen, um gemeinsame Ansätze zur Stärkung der nationalen Resilienz zu erarbeiten. Ziel dieser intensivierten Zusammenarbeit ist es, Organisationen und Einrichtungen, die eine wichtige Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen haben, besser gegen störende Einflüsse zu wappnen. Beteiligt waren neben dem Kommando Cyber- und Informationsraum auch das Operative Führungskommando der Bundeswehr sowie der Dienstleister BWI GmbH und das BSI-Referat „Nationales Verbindungswesen“.
Zivil-militärische Zusammenarbeit als Sicherheitsgarant
Vor dem Hintergrund hybrider Bedrohungen und der sicherheitspolitischen Zeitenwende gewinnt die Kooperation innerhalb der Sicherheitsarchitektur zunehmend an Bedeutung. Kritische Sektoren wie die Energie- und Wasserversorgung sowie die Lebensmittel- und Notfallversorgung müssen in der Lage sein, sich schnell an Störungen anzupassen und ihre volle Funktionsfähigkeit eigenständig wiederzuerlangen.
Resilienz durch Vernetzung: Der Schutz Kritischer Infrastrukturen
Die aktuelle Bedrohungslage im Cyberraum wird von Experten weiterhin als angespannt eingestuft. Um dieser Herausforderung zu begegnen, setzen Bundeswehr und BSI auf ihre langjährige Erfahrung in der gemeinsamen Abwehrarbeit. Ein Beispiel hierfür ist das bereits 2011 gegründete Nationale Cyber-Abwehrzentrum (Cyber-AZ), das eng mit beiden Institutionen verzahnt ist.
Bewährte Strukturen werden ausgebaut
Zusätzlich zur neuen Workshop-Reihe stellt die Bundeswehr bereits heute militärische Lagebeobachter im Nationalen IT-Lagezentrum des BSI bereit. Durch den nun eingeleiteten Prozess soll der Schutz Kritischer Infrastrukturen auf eine neue Ebene gehoben werden, um den komplexen Gefahren der modernen Informationstechnik und hybriden Kriegführung proaktiv zu begegnen.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom BSI-Fachbereich „Cybersicherheit bei Kritischen Infrastrukturen“, der damit ein klares Signal für eine engere Verzahnung von ziviler und militärischer Expertise setzte. Der Schutz Kritischer Infrastrukturen bleibt somit ein zentraler Baustein der nationalen Sicherheitsstrategie für die kommenden Jahre.

