Ein massiver Brand in Barmstedt hat am Samstagmorgen, den 02.05.2026, zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte geführt. Gegen 09:22 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Barmstedt in die Straße Redderlohe gerufen, nachdem im hinteren Bereich eines Grundstücks aus noch unklarer Ursache ein Feuer ausgebrochen war. Die Flammen breiteten sich rasch in einem Komplex aus Garagen und Schuppen aus, die über die Jahre direkt an das Haupthaus angebaut worden waren. Bereits auf der Anfahrt erkannte Einsatzleiter Hans-Otto Fröde die Brisanz der Lage und erhöhte die Alarmstufe, um zusätzliche Atemschutzgeräteträger anzufordern. Die mehr als 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Barmstedt, Bokholt-Hanredder und Bullenkuhlen konzentrierten sich darauf, ein Übergreifen auf das Hauptgebäude zu verhindern. Durch einen schnellen Löschangriff unter Atemschutz gelang es den Wehrleuten, das offene Feuer zügig einzudämmen und das Einfamilienhaus vor den Flammen zu retten.
Schwierige Suche nach Brandnestern unter dem Dach
Trotz des schnellen Erfolgs gestalteten sich die Nachlöscharbeiten beim Brand in Barmstedt als äußerst zeitaufwendig. Da die verschiedenen Anbauten ein gemeinsames, stark verwinkeltes Dach besaßen, war es für die Einsatzkräfte kompliziert, alle versteckten Brandnester ausfindig zu machen. Um die Glutnester gezielt abzulöschen, musste die Feuerwehr das Dach teilweise aufsägen sowie Dachpfannen und Verkleidungen entfernen. Das DRK Barmstedt wurde während dieser Arbeiten alarmiert, um die Erschöpften mit Getränken zu versorgen.
Bewohner in Sicherheit und Warnung der Bevölkerung
Die beiden Bewohner des Hauses konnten sich zusammen mit ihrem Hund rechtzeitig und selbstständig in Sicherheit bringen. Eine Frau erlitt jedoch leichte Brandverletzungen, als sie vor dem Eintreffen der Retter eigene Löschversuche unternahm. Sie wurde vor Ort vom Rettungsdienst untersucht, musste jedoch nicht in ein Krankenhaus transportiert werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung lösten die Verantwortlichen zudem eine Warnung für die Bevölkerung über das mobile Warnsystem MOWAS aus.
Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen
Insgesamt waren an dem Einsatz in der Redderlohe 63 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen sowie Beamte der Polizei und Kriminalpolizei beteiligt. Zur genauen Ursache für den Brand in Barmstedt sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen seitens der Einsatzkräfte derzeit noch keine Informationen vor. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen an der Brandstelle aufgenommen, während die Feuerwehrangehörigen die Sicherungsmaßnahmen am Gebäude abschlossen.

