StartFeuerwehreinsätzeFeuerwehr im Großeinsatz: Brand eines Firmengebäudes in Neunkirchen

Feuerwehr im Großeinsatz: Brand eines Firmengebäudes in Neunkirchen

Großaufgebot der Feuerwehren am Maifeiertag im Einsatz – Atemschutztrupps erkunden verrauchten Dachboden – Bagger reißt Dachkonstruktion für Löscharbeiten auf – Fokus auf Einsatzstellenhygiene.

In der Nacht auf den ersten Mai kam es in Neunkirchen zu einem folgenschweren Brand eines Firmengebäudes in Neunkirchen. Gegen 02:36 Uhr wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert, wobei das Ausmaß des Feuers bereits während der Anfahrt durch deutlichen Feuerschein sichtbar war. Die ersteintreffenden Feuerwehren aus Neunkirchen und Aglasterhausen leiteten umgehend eine Brandbekämpfung von außen ein und stellten die notwendige Wasserversorgung sicher. Ein unter Atemschutz vorgehender Trupp übernahm die Durchsuchung der Büroräume und drang bis in den Dachboden vor, wo starke Hitzeentwicklung und eine dichte Verrauchung die Erkundung erschwerten, während das Knistern des Feuers bereits deutlich wahrnehmbar war.

Dach muss mit Bagger gewaltsam geöffnet werden

Im weiteren Verlauf des Einsatzes zeigte sich die Komplexität der Lage, da sich das Feuer tief in die Dachkonstruktion und die Dämmung gefressen hatte. Um die Glutnester effektiv bekämpfen zu können, musste das Dach schließlich mithilfe eines Baggers gewaltsam aufgerissen werden. Die endgültige Ablöschung der betroffenen Bereiche erfolgte im Anschluss koordiniert aus dem Korb einer Drehleiter, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Konsequente Einsatzstellenhygiene zum Schutz der Retter bei Brand eines Firmengebäudes in Neunkirchen

Ein besonderer Schwerpunkt lag bei diesem Brand eines Firmengebäudes in Neunkirchen auf dem Schutz der Einsatzkräfte vor hochtoxischem Brandrauch, der krebserregende Stoffe enthalten kann. Um eine Verschleppung von Schadstoffen zu verhindern, wurde eine umfangreiche Station zur Einsatzstellenhygiene aufgebaut, die weit über Standardmaßnahmen hinausging. Hierzu gehörten unter anderem eine mobile Stiefelwaschanlage zur ersten Grobreinigung sowie die konsequente Nutzung von FFP3-Masken und speziellen Reinigungstüchern für Gesicht und Hände.

Die Einsatzkräfte legten ihre kontaminierten Uniformen noch vor Ort ab, verpackten diese luftdicht für den Abtransport und erhielten im Gegenzug frische Wechselkleidung. Diese professionelle Dekon-Station stand dabei nicht nur der eigenen Wehr, sondern auch allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden der Nachbarwehren zur Verfügung, um die gesundheitliche Belastung für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten.

Hervorragende Zusammenarbeit der Organisationen

Nach gut sieben Stunden konnte der intensive Brand eines Firmengebäudes erfolgreich beendet werden. Insgesamt waren zahlreiche Einheiten beteiligt, darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus Neunkirchen, Neckarkatzenbach und Aglasterhausen mit ihren Abteilungen aus Michelbach, Breitenbronn und Daudenzell. Unterstützt wurden sie zudem vom Kreisbrandmeister, dem DRK Ortsverein Schwarzach, dem Rettungsdienst sowie der Polizei. Die beteiligten Kräfte hoben nach Einsatzende besonders die exzellente Zusammenarbeit aller Organisationen und die hervorragende Verpflegung während der langen Nacht hervor.