StartPolizeimeldungenHilfe der Bundespolizei beim Waldbrand: 126.000 Liter Wasser abgeworfen

Hilfe der Bundespolizei beim Waldbrand: 126.000 Liter Wasser abgeworfen

Hubschrauber vom Typ „Super Puma“ fliegt 70 Angriffe auf Brandherde – Spezialkräfte aus Oberschleißheim sichern Treibstoffversorgung – Katastrophenhilfe im Landkreis Traunstein dauert an – Technische Daten zum Flugdienst.

Die Hilfe der Bundespolizei beim Waldbrand am Saurüsselkopf im Landkreis Traunstein wurde am 5. Mai 2026 am zweiten Tag in Folge massiv ausgeweitet. Auf Ersuchen des Freistaates Bayern unterstützte der Flugdienst der Bundespolizei die lokalen Feuerwehren im Kampf gegen das schwer zugängliche Feuer in der Gemeinde Ruhpolding. Dabei kam ein mittlerer Transporthubschrauber vom Typ „Super Puma“ zum Einsatz, der mit einem speziellen Feuerlöschbehälter ausgestattet ist, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen. Die eingesetzte Besatzung leistete dabei Schwerstarbeit: Bei insgesamt 70 Anflügen wurden rund 126.000 Liter Löschwasser über den brennenden Hängen abgeworfen.

Logistik am Boden sichert den Flugbetrieb

Neben der direkten Brandbekämpfung aus der Luft war die Bundespolizei auch am Boden mit spezialisierter Technik vertreten. Einsatzkräfte der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim sicherten die kontinuierliche Betankung der eingesetzten Löschhubschrauber direkt im Einsatzgebiet ab. Mit einem speziellen Tankfahrzeug wurde so die notwendige Infrastruktur geschaffen, damit die Fluggeräte ohne lange Unterbrechungen ihre Rotationsflüge zum Brandherd fortsetzen konnten.

Die Bedeutung der Hilfe der Bundespolizei beim Waldbrand

Solche Einsätze im Rahmen der Katastrophenhilfe gehören zum erweiterten Aufgabenspektrum der Bundespolizei-Fliegergruppe, die ihren Sitz in Sankt Augustin bei Bonn hat.

Zweitgrößter Betreiber ziviler Luftfahrzeuge in Deutschland

Die Bundespolizei betreibt derzeit 93 Hubschrauber verschiedener Gewichtsklassen und ist damit nach der Lufthansa der zweitgrößte Betreiber ziviler Luftfahrzeuge in Deutschland. Die Fliegerstaffeln, die unter anderem in Oberschleißheim, Fuldatal und Blumberg stationiert sind, dienen primär der Grenz-, Bahn- und Seeüberwachung. Dennoch stehen die Kapazitäten regelmäßig für kurzfristige polizeiliche Lagen sowie für Einsätze im Rahmen der Not- und Katastrophenhilfe zur Verfügung.

Vernetzung und internationale Kooperation

Als Servicedienstleister unterstützt die Fliegergruppe nicht nur Bundes- und Landesbehörden mit Sicherheitsaufgaben, sondern arbeitet auch eng mit internationalen Organisationen wie der Europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX zusammen. Die aktuelle Hilfe der Bundespolizei beim Waldbrand in Oberbayern demonstriert die Flexibilität der Flugdienstorganisation, die bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit Lufttransport- und Löschkapazitäten bereitstellen kann, um lokale Rettungskräfte bei großflächigen Schadenslagen effektiv zu entlasten.