StartPolizeimeldungenUnfall auf der A27 bei Hagen: Pkw stürzt in tiefe Baugrube

Unfall auf der A27 bei Hagen: Pkw stürzt in tiefe Baugrube

Spektakulärer Crash in der Nacht zum Samstag – Mitsubishi stürzt in zwei Meter tiefes Loch – 54-jähriger Fahrer im Wrack eingeklemmt – Polizei vermutet Drogenkonsum – Beamte an Unfallstelle beschimpft.

Ein schwerer Unfall auf der A27 hat in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 29.05.2026, zu einem größeren Rettungs- und Polizeieinsatz im Bereich Hagen im Bremischen geführt. Gegen 23:30 Uhr war ein 54-jähriger Autofahrer aus Bremerhaven auf der Autobahn in Fahrtrichtung Cuxhaven unterwegs. Aufgrund einer dortigen Großbaustelle wird der Verkehr in diesem Abschnitt eigentlich einspurig auf die Gegenfahrbahn in Richtung Walsrode geleitet. Der Mann erkannte die geänderte Verkehrsführung jedoch augenscheinlich nicht und steuerte seinen Wagen ungebremst mitten in den gesperrten Baustellenbereich. Dort nahm das Unglück seinen Lauf, als er ein riesiges, etwa 20 mal 20 Meter großes und bis zu 2,5 Meter tiefes Loch in der Fahrbahn übersah.

Auto hebt ab und rammt das Ende der Baugrube

Der Mitsubishi des Mannes hob am Ende der regulären Fahrbahn regelrecht ab und prallte mit voller Wucht gegen die hintere Wand der tiefen Baugrube. Durch den massiven Aufprall wurde das Fahrzeug derart stark verformt, dass der schwer verletzte Fahrzeugführer im Wrack eingeklemmt wurde und sich nicht mehr eigenständig aus dem Auto befreien konnte. Einsatzkräfte retteten den Mann, woraufhin ihn der Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus transportierte. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden am Pkw vorläufig auf rund 15.000 Euro.

Ermittlungsverfahren und Beamtenbeleidigung nach dem Unfall auf der A27

Bereits während der ersten Maßnahmen vor Ort stellten die aufnehmenden Autobahnpolizisten fest, dass der Fahrer womöglich nicht fahrtüchtig war.

Verdacht auf Drogen am Steuer

Im Zuge der Unfallaufnahme ergaben sich für die Beamten konkrete Hinweise auf eine Beeinflussung des 54-Jährigen durch Betäubungsmittel. Um den Verdacht rechtlich abzusichern, wurde im Krankenhaus eine polizeilich angeordnete Blutentnahme durchgeführt. Das Ergebnis der Laboruntersuchung steht derzeit noch aus.

Strafverfahren wegen Beschimpfungen eingeleitet

Der Vorfall hatte jedoch noch weitere rechtliche Konsequenzen für den Bremerhavener. Anstatt sich kooperativ zu zeigen, beleidigte der schwer verletzte Mann die eingesetzten Polizisten während der Unfallaufnahme am Loch massiv. Die Beamten leiteten daraufhin direkt vor Ort mehrere Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer ein. Neben den Konsequenzen für den durch Drogen verursachten Unfall auf der A27 muss sich der Mann nun auch wegen Beamtenbeleidigung in einem Strafverfahren verantworten. Der betroffene Baustellenabschnitt blieb für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt.