StartFeuerwehreinsätzeDachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen: Fünf Verletzte im Krankenhaus

Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen: Fünf Verletzte im Krankenhaus

Wohnhaus gerät am späten Dienstagabend in Brand – Stadtteilfeuerwehr Pillnitz trifft als erste Einheit ein – Fünfköpfige Familie erleidet Rauchgasvergiftung – Katze mit Sauerstoff versorgt.

Ein Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen hat am späten Dienstagabend, den 2. Juni 2026, zu einem massiven Aufgebot an Rettungskräften geführt. Gegen 22:12 Uhr ging in der Integrierten Regionalleitstelle Dresden die Meldung über einen Hausbrand ein, bei dem sich zunächst noch Personen im Gebäude befinden sollten. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Stadtteilfeuerwehr Pillnitz an der Söbrigener Straße hatten die Bewohner das Wohnhaus bereits eigenständig verlassen. Parallel zur Brandbekämpfung übernahm der Rettungsdienst die medizinische Versorgung der Betroffenen.

Transport in Krankenhäuser und Tierrettung

Die Notärzte versorgten eine fünfköpfige Familie im Alter von 10, 15, 37, 41 und 64 Jahren. Aufgrund des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung wurden alle fünf Personen zur weiteren Abklärung in Dresdner Krankenhäuser transportiert. Zudem retteten die Einsatzkräfte eine Katze aus dem verrauchten Gebäude. Das Tier wies Anzeichen einer Rauchgasexposition auf und wurde von der Feuerwehr mit Sauerstoff versorgt.

Löschmaßnahmen und Gefahreninformation für die Bevölkerung bei Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen

Die Brandbekämpfung wurde von den Einsatzkräften zeitgleich von mehreren Seiten im Innen- und Außenangriff eingeleitet.

Dachdeckung über zwei Drehleitern geöffnet

Da die Dachhaut des Gebäudes bereits großflächig durchgebrannt war, setzten die Trupps unter Atemschutz zwei Drehleitern ein. Über diese wurde die Dachdeckung gezielt geöffnet, um versteckte Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde für einen Umkreis von 500 Metern eine offizielle Gefahreninformation über Warn-Apps und soziale Netzwerke herausgegeben. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Rund 80 Einsatzkräfte stundenlang im Einsatz

Obwohl der Brand im Verlauf der Nacht unter Kontrolle gebracht werden konnte und die Rauchentwicklung nachließ, war der Brandgeruch auch auf der gegenüberliegenden Elbseite wahrnehmbar. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, mehrere Stadtteilfeuerwehren sowie Sonderdienste vor Ort aktiv. Für die Dauer der stundenlangen Maßnahmen blieb die Söbrigener Straße voll gesperrt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen, die zu diesem Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen führte.