StartFeuerwehreinsätzeGroßbrand im Gewerbegebiet Dudenhofen: 15-stündiger Einsatz

Großbrand im Gewerbegebiet Dudenhofen: 15-stündiger Einsatz

Feuerwehren aus zehn Kommunen unterstützen die Verbandsgemeinde – Eine Person leicht verletzt – Vollsperrung der L537 bis in den Morgen – Sachschaden von mindestens 100.000 Euro.

Ein folgenschwerer Großbrand im Gewerbegebiet im pfälzischen Dudenhofen (Rhein-Pfalz-Kreis) hat ab Dienstagmittag zu einem 15-stündigen Dauereinsatz der Rettungskräfte geführt. Gegen 13:00 Uhr brach das Feuer im Gewerbering aus. Entgegen ersten Meldungen über den Brand einer kompletten Lagerhalle stellte sich vor Ort heraus, dass eine große Anzahl an Strohballen unter einer freistehenden Überdachung in Flammen stand. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und einer weithin sichtbaren, dichten Rauchwolke wurden die Anwohner im Umkreis umgehend aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach Angaben einer Polizeisprecherin verletzte sich bei dem Vorfall eine Person leicht.

Überregionale Löschhilfe durch zehn Feuerwehren

Um den massiven Löschangriff koordiniert durchführen zu können, forderte Stefan Zöler, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen, umfangreiche Unterstützung an. Einheiten aus Bobenheim-Roxheim, Dannstadt-Schauernheim, Fußgönheim, Gronau, Hochdorf-Assenheim, Lambsheim, Maxdorf, Mutterstadt, Rödersheim und Speyer rückten zur Unterstützung an. Insgesamt befanden sich rund 160 Einsatzkräfte zeitgleich an der Schadensstelle, um das brennende Material auseinanderzuziehen und abzulöschen.

Technische Logistik, Versorgung und polizeiliche Bilanz bei Großbrand im Gewerbegebiet Dudenhofen

Der personalintensive Einsatz machte eine umfassende logistische Absicherung im Gewerbegebiet notwendig.

THW unterstützt mit schwerem Gerät bei den Räumarbeiten

Das Technische Hilfswerk (THW) rückte mit schwerem Räumgerät an, um die glimmenden Strohmassen gezielt aufzunehmen und für die Nachlöscharbeiten zu verteilen. Die medizinische Sanitäts-Absicherung der Rettungskräfte wurde durch einen Rettungswagen des Brand- und Katastrophenschutzes gewährleistet, der von der Schnelleinsatzgruppe Sanität (SEG-San) besetzt war. Die SEG-Verpflegung des Rhein-Pfalz-Kreises übernahm die Verpflegung der Helfer. Auch Landrat Volker Knörr machte sich direkt vor Ort ein Bild des komplexen Schadensereignisses.

Verkehrsbehinderungen und hoher Sachschaden

Die Löscharbeiten der Wehren konnten erst am Mittwochmorgen gegen 04:00 Uhr offiziell beendet werden. Für die Dauer der akuten Gefahrenabwehr und der Bergungsmaßnahmen blieb die Landesstraße 537 zwischen Dudenhofen und Harthausen bis um 06:00 Uhr morgens für den fließenden Verkehr voll gesperrt. Der entstandene Gesamtsachschaden an der Infrastruktur und den Agrargütern wird von der Polizei auf mindestens 100.000 Euro beziffert. Die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache für den Großbrand im Gewerbegebiet laufen.