Ein ungewöhnlicher Unfall in Ratingen hat am späten Montagabend, den 16. Juni 2026, zu einem technischen Hilfeleistungseinsatz der Feuerwehr geführt. Gegen 22:22 Uhr ging der Alarm für die Rettungskräfte mit der Meldung ein, dass ein Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen sei und auf zwei Rädern stehe. Beim Eintreffen der ersten Einheiten an der Straße An der Lilie zeigte sich jedoch eine andere, kuriose Situation. Ein roter Suzuki war aus bislang ungeklärter Ursache rückwärts auf eine dichte Hecke sowie auf mindestens drei Mülltonnen aufgefahren. Das Fahrzeug steckte fest und wurde lediglich durch die darunter eingeklemmten Abfallbehälter und das Geäst in seiner erhöhten Position gehalten.
Technische Unterbauung verhindert das Abrutschen des Wracks
Beiden älteren Fahrzeuginsassen waren zwar augenscheinlich unverletzt, konnten den Wagen aufgrund der blockierten Türen jedoch nicht eigenständig verlassen. Um eine Gefährdung für die eingeschlossenen Personen und die Retter auszuschließen, leiteten die Feuerwehrleute sofort umfassende Stabilisierungsmaßnahmen ein. Das Auto wurde mit Unterbaumaterial und Keilen gegen ein Wegrollen gesichert, während ein gelbes mechanisches Abstützsystem das schwebende Fahrzeugheck gegen ein unkontrolliertes Abrutschen stabilisierte.
Aufwändige Befreiung im Wohngebiet und Kran-Anforderung bei Unfall in Ratingen
Die beengten Platzverhältnisse am Straßenrand stellten die Einsatzkräfte vor anspruchsvolle Bedingungen.
Kettensägeneinsatz schafft den nötigen Fluchtweg
Um den Insassen einen sicheren Ausstieg zu ermöglichen, schnitt ein Feuerwehrmann unter Atemschutz die dichte Hecke auf der Beifahrerseite mit einer Kettensäge frei. Nach dem Abschluss der technischen Sicherungsmaßnahmen konnten beide Personen den Volkswagen eigenständig über die freigelegten Türen verlassen. Sie wurden vor Ort vorsorglich durch den Rettungsdienst untersucht, lehnten einen Transport in ein Krankenhaus jedoch ab. Nach der Erstversorgung wurde die Einsatzstelle an die Tochter der Fahrzeughalterin übergeben, welche ein Abschleppunternehmen mit Spezialkran zur Bergung anforderte.
Zahlreiche Einheiten aus dem Kreis Mettmann vor Ort
An dem rund einstündigen Einsatz nach dem Unfall in Ratingen waren Einsatzkräfte beider Standorte der Berufsfeuerwehr, der Führungsdienst sowie die Freiwillige Feuerwehr Ratingen-Mitte beteiligt. Unterstützt wurden sie vom Rettungsdienst der Städte Ratingen und Heiligenhaus, einem Notarzteinsatzfahrzeug und der Kreispolizei. Der Einsatz konnte um 23:18 Uhr erfolgreich beendet werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wie das Fahrzeug rückwärts auf die Mülltonnen steuern konnte.

