Ein zunächst als Freiflächenbrand gemeldeter Zwischenfall hat am Samstag, den 20. Juni 2026, zu einem übergreifenden Einsatz auf der A3 geführt. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Heßdorf wurden gemeinsam mit den Kameraden aus Hesselberg ursprünglich in den Ortsteil Niederlindach alarmiert. Ein aufmerksamer Mitteiler hatte eine deutliche Rauchwolke in Fahrtrichtung der Autobahn wahrgenommen und vermutet, dass im Bereich der dortigen Baustelle Unrat in Brand geraten war. Noch während der dringlichen Anfahrt der ersten Löschfahrzeuge stellte sich jedoch heraus, dass es sich um den Vollbrand eines Personenkraftwagens direkt auf der Autobahn handelte. Die für diesen Streckenabschnitt primär zuständigen Feuerwehren aus Höchstadt an der Aisch und Gremsdorf befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Anfahrt über die Hauptfahrbahn.
Riegelstellung verhindert das Durchbrennen einer Nottür
Nach dem Eintreffen im Nahbereich wies der zuständige Einsatzleiter den Einheiten aus Heßdorf und Hesselberg eine spezifische Aufgabe zu. Da sich der brennende Pkw unmittelbar an einem Lärmschutzwall befand, drohte das Feuer auf die dortige Infrastruktur überzugreifen. Die Feuerwehrleute kontrollierten die Rückseite der Schallschutzwand im Bereich einer integrierten Nottür. Da diese aufgrund der enormen Hitzeeinwirkung unmittelbar durchzubrennen drohte, nahmen die Trupps unverzüglich ein C-Rohr vor und kühlten die Türstruktur von der Rückseite ab.
Erfolgreiche Brandbekämpfung und Kooperation der Wehren bei Einsatz auf der A3
Durch den kombinierten Löschangriff von zwei Seiten konnte die Intensität der Flammen rasch gebrochen werden.
Technische Unterstützung für die Feuerwehr Gremsdorf
Kurz nach dem Beginn der Kühlmaßnahmen vermeldeten die Einheiten von der Autobahnseite bereits „Feuer unter Kontrolle“. Um die finalen Nachlöscharbeiten zu ermöglichen, erhielt die Feuerwehr Heßdorf den Folgeauftrag, die betroffene Nottür gewaltsam zu öffnen. Im Anschluss unterstützten die Kräfte vor Ort kurzzeitig die Kameraden der Feuerwehr Gremsdorf bei den restlichen technischen Maßnahmen auf der Richtungsfahrbahn.
Totalschaden am betroffenen Fahrzeug
Am ausgebrannten Fahrzeug entstand trotz des schnellen Eingreifens aller beteiligten Wehren ein wirtschaftlicher Totalverlust. Nach dem Abschluss der gezielten Nachlöscharbeiten und der Kontrolle auf verbliebene Glutnester bauten die Einheiten ihre fahrzeugtechnischen Gerätschaften komplett zurück. Der Einsatz konnte nach dem Einrücken in die jeweiligen Standorte erfolgreich beendet werden. Die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen, während der Einsatz auf der A3 für den fließenden Verkehr zeitweise zu Behinderungen führte.

