Ein schwerer und folgenschwerer Unfall im Stadtteil Laim hat am Montagvormittag, den 22. Juni 2026, zu einem größeren Rettungseinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei geführt. Gegen 10:10 Uhr befuhr ein 24-jähriger Lastwagenfahrer die Willibaldstraße in Fahrtrichtung der Agnes-Bernauer-Straße. An der ampelgeregelten Kreuzung zur Gotthardstraße setzte der Fahrer seine Fahrt bei Grünlicht nach rechts fort. Zeitgleich befuhr eine über 80-jährige Münchnerin mit ihrem Fahrrad den dortigen Gehweg und beabsichtigte, auf die Fahrbahn der Gotthardstraße aufzufahren. Bei diesem Abbiegevorgang erfasste der tonnenschwere Lastwagen die Rentnerin. Die ältere Dame wurde infolge des Aufpralls unter das Fahrzeug gezogen, dort eingeklemmt und einige Meter weit mitgeschleift.
Technische Rettung erfordert die Demontage von Unterbodenteilen
Beim Eintreffen der ersten Rettungsmittel lag die Fahrradfahrerin schwer verletzt unter dem Laster, wobei ihr linkes Bein massiv vom Lkw-Unterboden blockiert wurde. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die Unfallstelle unverzüglich ab, setzten den Lastwagen mittels Radkeilen sowie einem Holzunterbau fest und leiteten parallel die medizinische Erstversorgung ein. Auf extrem beengtem Raum demontierten die Wehrleute mit hydraulischen Schneidwerkzeugen sowohl das deformierte Fahrrad als auch die störenden Unterbodenbestandteile. Zudem wurden Hebewerkzeuge vorbereitet, um den Lkw im Notfall anheben zu können.
Umfassende medizinische Versorgung und lange Straßensperrung bei Unfall im Stadtteil Laim
Die aufwändigen Demontagearbeiten unter dem Lkw zeigten nach kurzer Zeit Wirkung, sodass die Einklemmung gelöst werden konnte.
Seniorin mit schweren Verletzungen in eine Klinik transportiert
Nach der erfolgreichen Befreiung lagerten die Sanitäter die schwer verletzte 80-Jährige in einen Rettungswagen um. Im Anschluss wurde sie zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Münchner Krankenhaus transportiert. Der 24-jährige Lkw-Fahrer blieb körperlich unverletzt, musste jedoch vor Ort durch Beamte der Polizei sowie durch ein herbeigerufenes Kriseninterventionsteam psychologisch betreut werden.
Verkehrsstörungen im gesamten Kreuzungsbereich
Für die Dauer der aufwändigen Rettungsmaßnahmen und die detaillierte Unfallaufnahme durch die Verkehrspolizei blieb die betroffene Kreuzung für etwa dreieinhalb Stunden komplett gesperrt. Diese Maßnahme führte im gesamten Umfeld zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Nach dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Fahrbahn wieder freigegeben. Die genauen Ermittlungen zum detaillierten Unfallhergang dauern nach diesem schweren Unfall im Stadtteil Laim an.

