StartFeuerwehreinsätzeVerheerender Garagenbrand führt zu massiver Brandausbreitung im Eckentaler Ortsteil Forth

Verheerender Garagenbrand führt zu massiver Brandausbreitung im Eckentaler Ortsteil Forth

Feuer springt in kürzester Zeit auf fünf Garagen und drei Häuser über – Mehrere Atemschutztrupps im Innen- und Außenangriff gefordert – Keine Verletzten zu beklagen.

Ein ausgedehntes Schadenfeuer hat am Sonntagnachmittag, 28. Juni 2026, zu einem massiven Aufgebot von Rettungskräften im Landkreis Erlangen-Höchstadt geführt. Aus bislang vollkommen ungeklärter Ursache geriet zunächst eine einzelne Garage in Brand. Aufgrund der engen, dichten Bebauung vor Ort entwickelte sich das Geschehen binnen weniger Minuten zu einem Großbrand. Die rasche Brandausbreitung im Eckentaler Ortsteil Forth erfasste im weiteren Verlauf insgesamt fünf Garagen sowie zwei direkt angrenzende Wohnhäuser, ehe die Flammen sogar auf ein drittes Gebäude übersprangen. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Personen in den betroffenen Objekten, sodass niemand verletzt wurde.

Atemschutztrupps öffnen die Dachhaut von innen

Aufgrund der dynamischen Lage wurden zahlreiche Feuerwehren, teilweise auch landkreisübergreifend, zur Unterstützung nachalarmiert. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz gingen zeitgleich zur Brandbekämpfung vor. Während ein Teil der Kräfte über eine Drehleiter den Außenangriff koordinierte, arbeiteten zwei Trupps im Innenangriff. Sie öffneten die Dachhaut von innen heraus, um verborgene Glutnester gezielt abzulöschen. Die aufwändigen Nachlöscharbeiten zogen sich bis etwa 20:30 Uhr hin. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen war die körperliche Belastung so hoch, dass einige Retter kreislaufbedingt im Rettungswagen betreut werden mussten.

Logistische Herausforderungen und außerordentliche Hilfe der Nachbarschaft nach Brandausbreitung im Eckentaler Ortsteil Forth

Neben der unmittelbaren Brandbekämpfung stellte die Logistik an der Einsatzstelle die Führungskräfte vor logistische Aufgaben.

Registrierung von Schutzkleidung und Sperrung der Gräfenbergbahn

Das Sortieren, die Grobreinigung und das Verpacken der kontaminierten Atemschutzmasken und Schutzkleidungen banden über Stunden zusätzliche Einsatzkräfte. Während des laufenden Einsatzes musste zudem die Gräfenbergbahn im Bereich Forth komplett für den Zugverkehr gesperrt werden. Eine geplante Notdachsicherung konnte wegen einer akuten Unwetterwarnung für den Abend nicht mehr durchgeführt werden; das THW Heroldsberg übernahm die Montage des Notdachs am Folgetag mithilfe eines Autokrans.

Lokaler Supermarkt bietet Hilfe an

Besonders hervorzuheben war die spontane Unterstützung der Anwohner. Zahlreiche Bürger versorgten die Kräfte mit Getränken, Essen sowie Eis und stellten sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Später übernahm das Bayerische Rote Kreuz die Verpflegung, während auch der Betreiber eines nahen REWE-Marktes anbot, das Geschäft bei Bedarf für die Helfer geöffnet zu halten. Zeitweise waren knapp 200 Einsatzkräfte von rund acht Feuerwehren, dem THW, dem BRK und der Polizei unter der Koordination von Kreisbrandrat Matthias Rocca vor Ort gebunden. Nach der erfolgreichen Eindämmung der Brandausbreitung im Eckentaler Ortsteil Forth hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.