StartPolizeimeldungenLieferwagen bleibt in Bahnunterführung in Düren hängen

Lieferwagen bleibt in Bahnunterführung in Düren hängen

Ein Transporter blieb am Mittwoch an einer niedrigen Brücke in der Dampfmühlenstraße hängen. Bei der anschließenden Unfallaufnahme durch die Polizei kamen jedoch ungeahnte Details ans Licht

Ein Lieferwagen-Unfall in Düren erforderte am Mittwoch, den 22. Juli 2026, den Einsatz von Polizei und Rettungsdienst. In der Dampfmühlenstraße war ein Transporter mit einer Bahnunterführung kollidiert. Der Vorfall zog nicht nur einen Personenschaden nach sich, sondern führte im weiteren Verlauf zu unerwarteten polizeilichen Ermittlungen.

Transporter kollidiert mit massiver Brücke

Ein 36-jähriger Fahrer aus Düsseldorf war gegen 11:00 Uhr mit dem Transporter in Richtung Feldstraße unterwegs. Bei der Annäherung an die Bahnunterführung unterschätzte er offensichtlich die Maße seines Wagens und ignorierte die geltende Beschränkung der Durchfahrtshöhe. Diese Fehleinschätzung verursachte den Lieferwagen-Unfall, bei dem das Fahrzeug abrupt von der festen Konstruktion der Brücke gestoppt wurde.

Durch den harten Aufprall zog sich der Beifahrer, ein 21-jähriger Mann aus Krefeld, leichte Verletzungen zu. Der herbeigerufene Rettungsdienst versorgte den jungen Mann zunächst am Unfallort und brachte ihn im Anschluss für eine ambulante Behandlung in ein örtliches Krankenhaus.

Polizei schöpft Verdacht bei der Unfallaufnahme

Was für die Einsatzkräfte zunächst wie ein gewöhnlicher Lieferwagen-Unfall wirkte, veränderte sich bei der routinemäßigen Kontrolle der Papiere. Die aufnehmenden Beamten stellten bei der Überprüfung des Fahrers deutliche Unstimmigkeiten fest. Das Lichtbild auf dem ausgehändigten Führerschein passte optisch nicht zum Aussehen des 36-Jährigen. Da sich vor Ort berechtigte Zweifel an der angegebenen Identität ergaben, brachten die Polizisten den Mann zur zweifelsfreien Klärung auf die Polizeiwache nach Düren.

Aufgeflogener Schwindel und rechtliche Folgen

Auf der Dienststelle bestätigte sich der Verdacht, der sich unmittelbar nach dem Lieferwagen-Unfall aufgedrängt hatte. Die weiterführenden Ermittlungen zeigten, dass der Düsseldorfer der Polizei absichtlich falsche Personalien genannt und das Dokument eines Freundes vorgezeigt hatte. Der Grund für diesen Täuschungsversuch war schnell gefunden: Der 36-Jährige besitzt selbst keine gültige Fahrerlaubnis.

Die Beamten stellten den fremden Führerschein noch vor Ort sicher. Gegen den Mann wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Er muss sich nun nicht nur für den Lieferwagen-Unfall ohne entsprechende Erlaubnis verantworten, sondern auch für die bewusste Täuschung der Behörden. Den entstandenen Sachschaden an dem Fahrzeug und der Unterführung schätzt die Polizei nach ersten Erkenntnissen auf rund 2.000 Euro.