StartPolizeimeldungenBlutat im Kiosk: Mordkommission in Köln-Deutz nach Messerangriff

Blutat im Kiosk: Mordkommission in Köln-Deutz nach Messerangriff

Messerattacke im Büdchen – 34-Jähriger erleidet schwere Stichverletzung nach verbalem Streit in der Suevenstraße

Ein banaler Streit in einem Kiosk ist am späten Donnerstagabend (19.03.2026) in Gewalt eskaliert. Im rechtsrheinischen Ortsteil Deutz kam es gegen 21:50 Uhr zu einem lebensgefährlichen Übergriff, der nun die Arbeit einer eigens eingerichteten Mordkommission in Köln-Deutz nach sich zieht. Ein 34-jähriger Mann erlitt dabei schwere Verletzungen, während der mutmaßliche Täter nach einer kurzen Flucht festgenommen werden konnte.

Eskalation im Büdchen an der Suevenstraße

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen betrat ein 23-jähriger Mann am Donnerstagabend ein Büdchen in der Suevenstraße. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet er dort mit einem 34-jährigen Kunden in ein zunächst verbales Wortgefecht. Die Situation schlug jedoch unvermittelt in rohe Gewalt um: Der jüngere Mann soll im Verlauf des Streits mit einem spitzen Gegenstand gezielt in den Hals seines Kontrahenten gestochen haben. Unmittelbar nach der Tat flüchtete der Angreifer zu Fuß vom Tatort und ließ sein schwer verletztes Opfer zurück.

Schneller Fahndungserfolg der Polizei

Die Polizei Köln reagierte umgehend mit einem Großaufgebot. Insgesamt 13 Streifenwagenbesatzungen fahndeten im Nahbereich nach dem flüchtigen Tatverdächtigen. Nur kurze Zeit später meldete eine Besatzung an der Mathildenstraße Vollzug: Dort trafen die Beamten auf den 23-Jährigen und nahmen ihn vorläufig fest. Da der Verdacht auf den Konsum berauschender Mittel bestand, wurden dem Festgenommenen auf der Dienststelle mehrere Blutproben entnommen, um die Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt zu klären.

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Aufgrund der potenziell tödlichen Zielrichtung des Angriffs übernahm eine Mordkommission in Köln-Deutz die weiteren Untersuchungen. Die Beamten sicherten noch in der Nacht Spuren im betroffenen Kiosk und befragten Zeugen zum exakten Hergang der Auseinandersetzung. Am heutigen Freitag (20.03.2026) soll der 23-Jährige einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft strebt einen Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts an.

Zum Gesundheitszustand des Opfers liegen derzeit keine detaillierten Informationen vor, außer dass die Stichverletzung als schwer eingestuft wurde. Die Ermittlungen zum Hintergrung des Streits dauern an.