StartFeuerwehreinsätzeGaragenbrand in Kalkar: Feuerwehr verhindert Übergreifen auf Wohnhaus

Garagenbrand in Kalkar: Feuerwehr verhindert Übergreifen auf Wohnhaus

Großeinsatz für die Einheiten Mitte und Wissel – Garage brennt vollständig aus, während Glutnester im Dachbereich die Einsatzkräfte bis zum Morgen fordern.

Am späten Mittwochabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Stadt Kalkar gegen 20:11 Uhr zu einem massiven Garagenbrand in Kalkar alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte der Einheiten Mitte und Wissel am Einsatzort eintrafen, stand das Garagengebäude bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Die Hitzeentwicklung war so enorm, dass ein Flammenüberschlag auf das unmittelbar angrenzende Wohnhaus drohte, weshalb die Brandschützer umgehend eine strategische Riegelstellung errichteten. Glücklicherweise hatten zu diesem Zeitpunkt bereits alle Bewohner das Gebäude sicher verlassen. Während die Löscheinheit Mitte das Wohnhaus abschirmte, nahm die Löscheinheit Wissel die Brandbekämpfung von der Flanke auf. Trotz des schnellen Löscherfolgs gestalteten sich die Nacharbeiten als äußerst zeitintensiv.

Versteckte Glutnester in der Dachtraufe

Obwohl das Hauptfeuer zügig unter Kontrolle gebracht werden konnte, flackerten im Bereich der Traufe des Wohnhauses immer wieder Glutnester auf. Bei einer geplanten Nachkontrolle gegen 02:00 Uhr morgens entdeckten die Wehrleute erneut Hitzequellen. Um diese gezielt bekämpfen zu können, musste die Dachtraufe des Hauses mühsam geöffnet werden. Im Zuge einer Innenkontrolle stellte sich zudem heraus, dass sich weitere Glutnester im Hohlraum zwischen dem Mauerwerk und der Verblendung ausgebreitet hatten. Die Einsatzkräfte mussten Teile der Fassadenverblendung entfernen, um auch diese versteckten Brandherde endgültig abzulöschen.

Paralleleinsatz während der Arbeiten beim Garagenbrand in Kalkar

Während die Maßnahmen am Wohnhaus noch andauerten, wurde die Feuerwehr um 03:35 Uhr zu einem weiteren Notfall gerufen. In einer nahegelegenen Wohnung hatte angebranntes Essen für eine starke Rauchentwicklung gesorgt. Zwar konnten die Bewohner das Feuer selbst löschen, doch die Wohnung war vorübergehend stromlos und unbewohnbar, sodass die Betroffenen bei Nachbarn unterkommen mussten.

Einsatzende nach viereinhalb Stunden

Nach dem Zwischenfall kehrten die Kräfte wieder zum ursprünglichen Garagenbrand in Kalkar zurück, um letzte Kontrollen durchzuführen. Insgesamt waren über 40 Feuerwehrleute unter der Leitung von Einheitsführer Johannes Fehlemann im Einsatz.

Gegen 05:00 Uhr am Donnerstagmorgen konnte der Einsatz schließlich offiziell beendet werden. Das betroffene Wohnhaus weist zwar Schäden im Außenbereich auf, blieb jedoch bewohnbar. Zur genauen Schadenshöhe oder der Brandursache liegen derzeit noch keine gesicherten Informationen vor.