Ein rücksichtsloses Illegales Rennen in Siegen hat für einen jungen Autofahrer nun schwerwiegende Konsequenzen. Am Freitagabend, den 06. März, beobachtete ein Zeuge in Siegen-Weidenau, wie sich ein schwarzes BMW-Cabrio und ein Audi A6 eine gefährliche Verfolgungsjagd lieferten. Die Fahrzeuge rasten mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die Geisweider Straße in Richtung Innenstadt, missachteten rote Ampeln und nutzten verbotswidrig die Umweltspur. Als eine Polizeistreife den BMW im Bereich Geisweider/Sohlbacher Straße kontrollieren wollte, eskalierte die Situation. Der Fahrer flüchtete mit deutlich über 100 km/h durch das Stadtgebiet, überholte wartende Autos an Ampeln und gefährdete durch Slalommanöver andere Verkehrsteilnehmer sowie einen Fußgänger. Aufgrund der massiven Eigen- und Fremdgefährdung musste die Polizei die aktive Verfolgung des flüchtigen Wagens zunächst abbrechen.
Ermittlungserfolg durch das Verkehrskommissariat
Die Ermittlungen der Siegener Polizei liefen in den vergangenen Wochen auf Hochtouren. Durch Zeugenaussagen und intensive Nachforschungen erhärtete sich schließlich der Verdacht gegen einen 22-jährigen Mann aus Siegen-Geisweid. Auf Basis der gesammelten Beweise erwirkten die Ermittler einen richterlichen Beschluss zur Sicherstellung des Tatfahrzeugs sowie der Mobiltelefone des Beschuldigten.
Polizei ahndet illegales Rennen in Siegen – Sicherstellung
In den frühen Morgenstunden des 26. März suchten Polizeibeamte die Wohnanschrift des jungen Mannes auf. Das gesuchte BMW-Cabrio wurde in der Garage aufgefunden und umgehend durch ein Abschleppunternehmen sichergestellt. Neben dem Fahrzeug beschlagnahmten die Beamten mehrere Mobiltelefone, um digitale Spuren und mögliche Videoaufnahmen der Tat auszuwerten.
Einziehung des Fahrzeugs droht
Von den Ergebnissen der Spurensicherung hängt nun der weitere Verbleib des Sportwagens ab. Der Gesetzgeber ermöglicht es seit einiger Zeit, Fahrzeuge, die bei einem illegalen Rennen in Siegen oder anderenorts eingesetzt wurden, dauerhaft einzuziehen und zu verwerten. Für den 22-Jährigen könnte dies bedeuten, dass sein Auto unwiderruflich in den Besitz des Staates übergeht.
Zeugenaufruf der Polizei
Die Suche nach dem zweiten beteiligten Fahrzeug, vermutlich einem schwarzen Audi A6, dauert weiterhin an. Personen, die durch die Fahrweise der beiden Wagen gefährdet wurden oder weitere Angaben zum Geschehen machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0271/7099-0 beim Verkehrskommissariat zu melden.

