Ein verheerender Wohnungsbrand in Essen-Altenessen hat am Donnerstag, den 26.03.2026, einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Gegen 21:20 Uhr gingen zahlreiche Notrufe in der Leitstelle ein, die brennende Räume im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses am Palmbuschweg meldeten. Da sich zu diesem Zeitpunkt noch mehrere Bewohner in den oberen Etagen befanden, wurden umgehend zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Essen-Stoppenberg alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einheiten bestätigte sich die dramatische Lage: Flammen schlugen bereits aus den geborstenen Fenstern der Brandwohnung. An der Gebäuderückseite machten sich insgesamt elf Personen im ersten und zweiten Obergeschoss an den Fenstern bemerkbar, da ihnen der Fluchtweg durch den verrauchten Treppenraum abgeschnitten war.
Umfangreiche Menschenrettung über Leitern
Die Feuerwehr leitete sofort massive Rettungsmaßnahmen ein. Während ein Trupp den Außenangriff auf die brennende Wohnung startete, brachten weitere Einsatzkräfte auf der Rückseite tragbare Leitern in Stellung. Parallel dazu gingen Atemschutztrupps in das Gebäude vor, um die eingeschlossenen Bewohner im zweiten Obergeschoss mit Brandfluchthauben sicher ins Freie zu führen.
Insgesamt retteten die Einsatzkräfte 14 Personen aus dem Gebäude. Aufgrund der hohen Anzahl an Betroffenen forderte der Einsatzleiter weitere Rettungsmittel, den Leitenden Notarzt sowie einen Bus der Ruhrbahn an, um die Menschen witterungsgeschützt unterzubringen und medizinisch zu sichten.
Medizinische Versorgung nach dem Wohnungsbrand in Essen-Altenessen
Nach der notärztlichen Untersuchung mussten zwei der geretteten Personen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in Essener Krankenhäuser transportiert werden. Unter den Verletzten befand sich auch ein erst einjähriges Kind. Die restlichen Bewohner konnten vor Ort betreut werden.
Gebäude nach Brandeinsatz stromlos
Trotz des schnellen Löscherfolgs nach rund 40 Minuten brannte die betroffene Erdgeschosswohnung vollständig aus. Aufgrund der massiven Schäden musste der Energieversorger das gesamte Gebäude stromlos schalten, wodurch das Mehrfamilienhaus derzeit nicht bewohnbar ist. Die Betroffenen kamen privat bei Angehörigen unter.
Die Feuerwehr Essen war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Nachlöscharbeiten und die Kontrolle des Gebäudes abzuschließen. Während des Einsatzes blieb der Palmbuschweg voll gesperrt. Die Polizei Essen hat bereits mit der Spurensicherung begonnen, um die bislang ungeklärte Ursache für den Wohnungsbrand in Essen-Altenessen zu ermitteln.

