StartFeuerwehreinsätzeBrand von Akkus in Karlstein: 25 Paletten im Außenbereich in Flammen

Brand von Akkus in Karlstein: 25 Paletten im Außenbereich in Flammen

Schnelles Eingreifen verhindert Übergreifen auf Industriegebäude – Aufwändige Nachlöscharbeiten mit Teleskoplader – Luftmessungen im Umkreis bleiben ohne Befund.

Ein folgenschwerer Brand von Akkus in Karlstein hat am Samstagmorgen, den 13. Juni 2026, zu einem personalintensiven Großeinsatz der umliegenden Feuerwehren geführt. Gegen kurz nach 09:00 Uhr schlug die Brandmeldeanlage eines Industriebetriebs an der Zeche Gustav an, woraufhin die Einsatzkräfte aus Karlstein und Kahl alarmiert wurden. Beim Eintreffen der ersten Einheiten brannten rund 25 Paletten, auf denen Lithium-Ionen-Akkus im Außenbereich gelagert waren, bereits in voller Ausdehnung. Durch einen massiven und gezielten Löschangriff gelang es den Wehren in der Erstphase erfolgreich, ein Übergreifen der enormen Hitze und der Flammen auf angrenzende Lagerkomplexe und Fabrikgebäude zu verhindern.

Flutung in Spezialcontainern verhindert thermische Reaktion

Die anschließenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufgrund der chemischen Eigenschaften der Ladungsträger als überaus schwierig und zeitaufwändig. Um ein unkontrolliertes Rückzünden der beschädigten Batteriezellen im Nachgang zu unterbinden, mussten die Akkumulatoren einzeln in diverse Spezialcontainer verbracht und dort vollständig mit Wasser geflutet werden. Für diese logistische Herausforderung wurde der landkreiseigene Teleskoplader aus Großostheim nachalarmiert, um das Brandgut kontrolliert zu bewegen und zu trennen.

Atemschutzeinsatz und überregionale Unterstützung der Feuerwehren bei Brand von Akkus in Karlstein

Wegen der starken Rauchentwicklung und der Freisetzung von Brandgasen mussten die Arbeiten über Stunden hinweg unter schwerem Atemschutz stattfinden.

Messfahrzeug kontrolliert die Luftqualität im Umfeld

Insgesamt kamen neun Atemschutztrupps nacheinander im direkten Gefahrenbereich zum Einsatz. Nachschub an Atemluftflaschen lieferte der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Großostheim. Parallel dazu führte das Mess- und Erkundungsfahrzeug der Feuerwehr Stockstadt im näheren Umfeld kontinuierlich Schadstoffmessungen in der Luft durch. Die Messgeräte gaben jedoch schnell Entwarnung; eine akute Gefährdung der Bevölkerung oder der Umwelt außerhalb des Werksgeländes konnte nicht festgestellt werden.

Versorgungskomponente sichert die ehrenamtlichen Kräfte ab

Einsatzleiter Marco Henning konnte auf rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren Karlstein, Kahl, Stockstadt, Großostheim und Mömbris-Hutzelgrund zurückgreifen, unterstützt durch Kreisbrandinspektor Georg Thoma. Die Feuerwehr Mömbris-Hutzelgrund übernahm mit der Logistik- und Verpflegungskomponente des Landkreises die Versorgung der Helfer. Zur medizinischen Absicherung stand der Rettungsdienst unter der Leitung der Johanniter bereit; verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Ermittlungen zur Ursache, die zu dem Brand von Akkus in Karlstein führte, dauern an.