StartFeuerwehreinsätzeBrand von Stroh- und Heulager in Weisendorf: 150 Kräfte im Einsatz

Brand von Stroh- und Heulager in Weisendorf: 150 Kräfte im Einsatz

Dichte schwarze Rauchsäule alarmiert zahlreiche Rettungskräfte zwischen Kairlindach und Oberlindach – Aufwändige Brandbekämpfung an rund 220 Heuballen – THW unterstützt mit schwerem Gerät.

Ein massiver Brand von Stroh- und Heulager hat am Montagvormittag, den 8. Juni 2026, zu einem landkreisübergreifenden Großeinsatz der Rettungskräfte geführt. Kurz vor 08:30 Uhr wurden die Einheiten zu einem landwirtschaftlichen Betrieb zwischen Kairlindach und Oberlindach gerufen, über dem eine dichte, schwarze Rauchsäule stand. Da sich auf dem betroffenen Areal auch eine Biogasanlage befindet, löste die Leitstelle umgehend einen Großalarm aus. Die Feuerwehr Weisendorf leitete sofort einen schnellen Löschangriff ein, wodurch eine Ausbreitung der Flammen auf weitere Wirtschaftsgebäude verhindert werden konnte. Die Biogasanlage selbst war nach offiziellen Angaben nicht vom Feuer betroffen. Vor Ort brannte ein Lager mit losem Stroh sowie rund 220 gepressten Heuballen in voller Ausdehnung.

Vier Kilometer lange Schlauchleitungen verlegt

Die Brandbekämpfung gestaltete sich für die Trupps als extrem zeit- und materialaufwändig. Da sich die Glutnester tief in das Innere der gepressten Ballen hineinfressen, bleibt der direkte Einsatz von Löschwasser auf der Oberfläche meist wirkungslos. Um den enormen Wasserbedarf an der Einsatzstelle zu decken, mussten die Feuerwehren Röttenbach und Dechsendorf eine Löschwasserversorgung über eine Distanz von mehr als vier Kilometern aufbauen. Zur Unterstützung der Kühlmaßnahmen aus der Luft wurden zudem die Drehleitern aus Höchstadt und Herzogenaurach in Stellung gebracht.

Technische Unterstützung durch das THW und langwierige Nachlöscharbeiten bei brand von Stroh- und Heulager

Um an die tief sitzenden Brandherde zu gelangen, war der Einsatz von schwerem Räumgerät unumgänglich.

Radlader tragen glimmendes Brandgut ab

Die Feuerwehren Hauptendorf und Adelsdorf richteten im Außenbereich einen speziellen Ablöschplatz ein. Das Technische Hilfswerk (THW) aus den Ortsverbänden Baiersdorf, Erlangen und Nürnberg transportierte das glimmende Material mit mehreren Radladern nach und nach ab. Auf dem vorbereiteten Platz wurde das Brandgut auseinandergezogen, um ein gezieltes Ablöschen aller verbliebenen Glutnester zu ermöglichen und ein erneutes Aufflammen der Ballen zu verhindern.

14 Feuerwehren im koordinierten Einsatzerfolg

In der Spitze der Alarmierung befanden sich rund 150 Einsatzkräfte zeitgleich vor Ort, selbst in den frühen Abendstunden waren noch knapp 70 Helfer gebunden. Beteiligt waren insgesamt 14 Feuerwehren, darunter die Wehren aus Weisendorf, Röttenbach, Dechsendorf, Hauptendorf, Adelsdorf, Kairlindach, Heßdorf, Großenseebach, Untermembach, Oberlindach, Neuhaus, Hammerbach, Höchstadt und Herzogenaurach. Unterstützt wurden sie von der Kreisbrandinspektion, der Unterstützungsgruppe Feuerwehr-Einsatzleitung, dem Rettungsdienst, der BRK-Schnelleinsatzgruppe Herzogenaurach sowie der Polizei. Die Ermittlungen zur Ursache, die zu dem Brand von Stroh- und Heulager führte, wurden aufgenommen.