Ein tragischer Busunfall bei Ampermoching hat am Mittwochmittag, den 10. Juni 2026, zu einem massiven Aufgebot an Rettungskräften und einem Todesopfer geführt. Gegen 12:30 Uhr stießen auf der Verbindungsstraße (Staatsstraße 2339) zwischen Ampermoching und Haimhausen ein mit Schulkindern besetzter Reisebus und ein entgegenkommender Linienbus aus bislang ungeklärter Ursache zusammen. Die Kollision ereignete sich im Bereich der Amperbrücke nahe dem Ortsausgang. Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr Hebertshausen fanden eine unübersichtliche Lage mit einer Vielzahl verletzter Personen vor und leiteten umgehend die technische Menschenrettung ein.
Ein Kind erliegt im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen
Insgesamt forderte das Unfallgeschehen 31 verletzte Personen. Für ein Kind kam trotz der sofortigen medizinischen Reanimationsmaßnahmen durch die Feuerwehrleute und den Rettungsdienst jede Hilfe zu spät; es erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Zwei weitere Schulkinder sowie eine Lehrerin erlitten bei dem Aufprall schwere Verletzungen. Zudem wurden zwei Kinder mittelschwer verletzt. Weitere 26 Personen kamen mit leichten Verletzungen davon, darunter auch die beiden Fahrer der beteiligten Omnibusse.
Patientenversorgung und psychosoziale Nachbereitung im Feuerwehrhaus nach Busunfall in Ampermoching
Vier Rettungshubschrauber landeten an der Unfallstelle, um den schnellen Transport der Schwerverletzten in umliegende Kliniken zu gewährleisten.
Zentrale Sammelstelle für unverletzte Betroffene eingerichtet
Die Leichtverletzten sowie alle unverletzten Fahrgäste wurden nach einer ersten medizinischen Sichtung mit Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr und der Polizei in das Feuerwehrgerätehaus Ampermoching verbracht. Dort richteten die Behörden eine zentrale Sammelstelle ein. Für die betroffenen Kinder, Fahrgäste und die eintreffenden Angehörigen wurde vor Ort umgehend die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV-B) zur Krisenintervention organisiert. Für die Retter stand nach dem Einsatz die psychosoziale Nachbereitung (PSNV-E) in Hebertshausen bereit.
Staatsstraße für unfallanalytisches Gutachten komplett gesperrt
Neben dem Rettungsdienst, dem Technischen Hilfswerk (THW) und der Polizei waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Ampermoching, Haimhausen und Hebertshausen sowie die Kreisbrandinspektion Dachau im Einsatz. Die Einheiten stellten den Brandschutz sicher und banden auslaufende Flüssigkeiten. Für die Dauer der aufwändigen Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Staatsstraße 2339 voll gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein unfallanalytisches Gutachten zur Klärung des exakten Hergangs, der zu dem Busunfall bei Ampermoching führte, in Auftrag gegeben.

