Ein Carportbrand in der Rilkestraße im Ratinger Stadtteil Lintorf führte am Samstag, den 11. Juli 2026, zu einer Alarmierung der Einsatzkräfte. Um 03:21 Uhr, registrierte die Leitstelle der Feuerwehr Ratingen einen Notruf, der ein Feuer im Wohngebiet meldete. Die Leitstellenmitarbeiter disponierten daraufhin die entsprechenden Einsatzmittel und entsandten die Feuerwehr zu der angegebenen Adresse, um die Maßnahmen zur Brandbekämpfung einzuleiten.
Beim Eintreffen der ersten Einheiten der Feuerwehr an der Einsatzstelle bestätigte sich das Meldebild. Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter stellte sich heraus, dass aufgrund der baulichen Nähe zu einem direkt angrenzenden Wohngebäude die Gefahr bestand, dass die Flammen auf die Fassade und den Dachstuhl des Hauses übergreifen könnten. Die Einsatzleitung reagierte auf diese Lagebeurteilung und erhöhte noch während der Anfahrt der weiteren Löschzüge die Alarmstufe für diesen Carportbrand. Durch diese Maßnahme wurde sichergestellt, dass Personal, Atemschutzgeräte und Löschwasser vor Ort zur Verfügung standen.
Maßnahmen der Feuerwehr bei dem Carportbrand
Die Feuerwehr leitete nach dem Eintreffen und der Erkundung die Brandbekämpfung ein. Die Einsatzleitung sah vor, den Brandherd von mehreren Seiten zu bekämpfen und dabei die benachbarte Bebauung vor der Wärmestrahlung zu schützen. Die Besatzung eines ersten Löschfahrzeugs übernahm unter Atemschutz die direkte Bekämpfung der Flammen an dem brennenden Unterstand. Parallel zu diesen Löschmaßnahmen positionierten sich die Einsatzkräfte eines weiteren Fahrzeugs am Wohngebäude. Durch den Aufbau einer Riegelstellung und den Einsatz von Löschwasser wurden dort präventive Schutzmaßnahmen umgesetzt. Diese Vorgehensweise kühlte die Fassade und verhinderte einen Flammenüberschlag von dem Carportbrand auf das benachbarte Haus.
Zusätzlich brachte die Feuerwehr eine Drehleiter in Stellung, um die Löscharbeiten von oben zu unterstützen und zu überwachen. Die Einsatzkräfte im Korb der Drehleiter kontrollierten den Dachstuhl des angrenzenden Gebäudes unter Zuhilfenahme von Wärmebildkameras. Dabei wurde überprüft, ob sich das Feuer durch die Hitzeentwicklung ausgebreitet hatte oder ob sich versteckte Glutnester unter den Dachziegeln befanden, die zu einem späteren Zeitpunkt einen weiteren Brand auslösen könnten.
Abschluss der Löscharbeiten und beteiligte Einheiten
Durch die Maßnahmen der Einsatzkräfte blieb das Feuer auf den Bereich des Unterstandes begrenzt. Eine bauliche Ausbreitung auf das Wohnhaus konnte bei diesem Carportbrand abgewendet werden. Die eingeleiteten Löscharbeiten zeigten Wirkung, sodass das Feuer unter Kontrolle gebracht und im weiteren Verlauf des Einsatzes abgelöscht wurde. Im Anschluss an die Hauptbrandbekämpfung folgten Nachlöscharbeiten durch die Feuerwehr.
An der Bewältigung der Einsatzlage in Lintorf waren unterschiedliche Einheiten beteiligt. Neben den hauptamtlichen Kräften der Berufsfeuerwehr Ratingen und dem Führungsdienst befanden sich Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus den Löschzügen Lintorf und Tiefenbroich vor Ort. Die Einbindung der ehrenamtlichen Kräfte ist bei erhöhten Alarmstufen ein reguläres Verfahren zur Sicherstellung der allgemeinen Einsatzbereitschaft im Stadtgebiet. Zur räumlichen Absicherung des Bereichs um den Carportbrand waren zudem die Polizei sowie der Rettungsdienst der Städte Ratingen und Heiligenhaus im Einsatz. Der Rettungsdienst stand an der Einsatzstelle in Bereitstellung, um die medizinische Absicherung der eingesetzten Feuerwehrleute sowie der betroffenen Anwohner zu gewährleisten.
Bei dem Einsatzgeschehen wurden nach offiziellen Angaben keine Personen verletzt. Alle Anwohner und Einsatzkräfte blieben unversehrt. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens durch den Carportbrand macht die Feuerwehr zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben. Die Einsatzstelle wurde nach dem Abschluss der Löscharbeiten an die Polizei übergeben, welche die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen hat.

