StartFeuerwehreinsätzeDachstuhlbrand in Moosbach-Rückersrieth: Werkstatt in Flammen

Dachstuhlbrand in Moosbach-Rückersrieth: Werkstatt in Flammen

Massive Rauchentwicklung aus Werkstatt – Einstürzende Gebäudeteile zwingen Atemschutztrupp zum Rückzug – Übergreifen auf Wohnhaus verhindert.

Ein verheerender Dachstuhlbrand in Moosbach-Rückersrieth hat am Dienstagmorgen, den 24.03.2026, einen Großeinsatz der regionalen Feuerwehren ausgelöst. Gegen 07:31 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte zu einem gemeldeten Gebäudebrand in den Ortsteil Rückersrieth gerufen. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr Moosbach drang dichter, schwarzer Rauch aus einer Werkstatt. Ein Atemschutztrupp begann umgehend mit der Erkundung, musste jedoch feststellen, dass sich das Feuer bereits tief in die Dachkonstruktion gefressen hatte. Aufgrund der kritischen Lage wurde das Einsatzstichwort sofort auf „B3 Dachstuhl“ erhöht, woraufhin insgesamt zwölf weitere Feuerwehren zur Unterstützung nachalarmiert wurden. Die Löscharbeiten gestalteten sich von Beginn an als äußerst riskant.

Einsturzgefahr während der Löscharbeiten

Während der ersten gezielten Wasserabgabe kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall: Teile der Decken- und Wandverkleidung hielten den Belastungen nicht mehr stand und stürzten ein. Der eingesetzte Trupp musste sich geistesgegenwärtig zurückziehen, um nicht von herabfallenden Trümmern getroffen zu werden. Eine besondere technische Herausforderung stellte die großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach der Werkstatt dar. Wegen der damit verbundenen elektrischen Gefahren und der versperrten Dachhaut war eine Brandbekämpfung direkt von oben zunächst unmöglich. Die Einsatzkräfte mussten stattdessen einen Angriff über ein Giebelfenster vortragen.

Riegelstellung sichert Wohnhaus beim Dachstuhlbrand in Moosbach-Rückersrieth

Parallel zu den direkten Löschmaßnahmen bauten die Wehren eine sogenannte Riegelstellung auf. Ziel war es, das direkt angrenzende Wohnhaus vor dem massiven Funkenflug und der Strahlungshitze zu schützen. Dieses Vorhaben gelang durch das koordinierte Zusammenspiel der zahlreichen Einsatzkräfte erfolgreich; das Wohnhaus blieb unversehrt.

Sechsstündiger Einsatz mit schwerem Gerät

Um die verbliebenen Glutnester in der verwinkelten Werkstatt zu erreichen, unterstützte im weiteren Verlauf ein Bagger die Aufräumarbeiten und riss Teile der Fassade ein. Die Wasserversorgung wurde über eine lange Wegstrecke aus einem Hydranten, einem nahegelegenen Weiher und einem Löschwasserbehälter sichergestellt.

Erst nach rund sechs Stunden konnten die erschöpften Einsatzkräfte den Dachstuhlbrand in Moosbach-Rückersrieth für beendet erklären und in ihre Gerätehäuser zurückkehren. Die Brandursache sowie die genaue Schadenshöhe sind derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.