StartFeuerwehreinsätzeEinsatz am Evangelischen Krankenhaus in Bergisch Gladbach: Gefahrstoffaustritt

Einsatz am Evangelischen Krankenhaus in Bergisch Gladbach: Gefahrstoffaustritt

Geringe Mengen Gefahrstoff im Keller eines Nebengebäudes ausgetreten – Feuerwehr führt umfangreiche Messungen durch – Notaufnahme zeitweise für Rettungsdienst gesperrt.

Ein großangelegter Einsatz am Evangelischen Krankenhaus in Bergisch Gladbach hat am Samstagvormittag, den 11.04.2026, für Aufsehen gesorgt. Gegen 13:23 Uhr schrillten die Alarmglocken der Feuerwehr, nachdem in einem Technikraum im Untergeschoss eines Nebengebäudes ein Gefahrstoff ausgetreten war. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich dabei um Ammoniak. Da der Stoff bereits in sehr geringen Konzentrationen Augen und Atemwege reizen kann, leiteten die Verantwortlichen umgehend Sicherheitsmaßnahmen ein. Das betroffene Nebengebäude wurde vorsorglich geräumt, um jede Gefährdung für Patienten und Personal auszuschließen. Glücklicherweise kam es bei dem Vorfall zu keinen Verletzten.

Spezialkräfte messen Schadstoffkonzentration

Der ausgetretene Stoff verdampfte im Kellerbereich und wurde über die hauseigene Lüftungsanlage planmäßig über das Dach abgeführt. Die Feuerwehr kontrollierte den Dachbereich engmaschig und führte im gesamten Umfeld umfangreiche Messungen durch. Diese ergaben jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährliche Konzentrationen für die Umwelt oder die Bevölkerung. In enger Zusammenarbeit mit einem Haustechniker und einer hinzugezogenen Fachfirma gelang es den Einsatzkräften schließlich, die Leckage an der Anlage zu schließen. Dabei arbeiteten die Trupps unter speziellen Schutzanzügen.

Koordination beim Einsatz am Evangelischen Krankenhaus in Bergisch Gladbach

Besonders wichtig für den laufenden Klinikbetrieb: Das Hauptgebäude des Krankenhauses war von dem Vorfall zu keiner Zeit betroffen. Dennoch gab es Einschränkungen im Umfeld. Die Zentrale Notaufnahme konnte während der heißen Phase des Einsatzes nicht vom Rettungsdienst angefahren werden, blieb für Fußgänger jedoch erreichbar. Erst nach der Freigabe durch die Einsatzleitung konnte der normale Betrieb wieder vollständig aufgenommen werden.

Rund 80 Einsatzkräfte im Einsatz

Insgesamt waren etwa 80 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Einsatz am Evangelischen Krankenhaus in Bergisch Gladbach beteiligt. Neben den beiden Hauptwachen waren mehrere freiwillige Löschzüge, eine spezialisierte Messeinheit sowie ein ABC-Fachberater des Kreises vor Ort. Um den Brandschutz im restlichen Stadtgebiet währenddessen sicherzustellen, besetzten weitere Löschzüge die verwaisten Feuerwachen.

Gegen 17:00 Uhr konnte die Einsatzstelle nach einer abschließenden Dekontamination der Einsatzkräfte an den Betreiber übergeben werden. Die Feuerwehr lobte ausdrücklich die hochprofessionelle Zusammenarbeit mit dem Krankenhauspersonal, die eine schnelle Klärung der Lage ermöglichte.