Ein folgenschwerer Einsatz in Schenna hat am Sonntagmittag, den 10.05.2026, die Rettungskräfte der Region in Atem gehalten. Gegen Mittag wurden die Freiwilligen Feuerwehren Schenna und Verdins in die Pichlerstraße alarmiert. Bereits während der Anfahrt zum Unfallort konnten die Einsatzkräfte eine deutliche Rauchentwicklung über dem betroffenen Gebiet sichten, was auf die Schwere des Geschehens hindeutete. Vor Ort bestätigte sich die dramatische Lage: Ein Mann war mit seinem Traktor über eine Mauer gestürzt und im darunterliegenden, steilen Gelände verunfallt. Die Feuerwehren sicherten umgehend die Unfallstelle ab und leiteten in dem schwierigen Terrain die Rettungsmaßnahmen ein.
Komplexer Rettungseinsatz im steilen Gelände
Aufgrund der topografischen Gegebenheiten gestaltete sich die Bergung des Verunfallten als äußerst anspruchsvoll. Die Feuerwehrleute arbeiteten Hand in Hand mit dem Rettungsdienst, um den schwer verletzten Patienten im instabilen Gelände medizinisch zu versorgen. Neben der FF Schenna und der FF Verdins waren auch das Weiße sowie das Rote Kreuz aus Meran vor Ort, um die umfassende Betreuung sicherzustellen.
Luftrettung beendet den Einsatz in Schenna
Da die Verletzungen des Mannes als sehr schwerwiegend eingestuft wurden, forderten die Einsatzleiter medizinische Unterstützung aus der Luft an.
Transport mit Pelikan 1 in das Krankenhaus Bozen
Nach der Stabilisierung vor Ort wurde der Verunfallte mit dem Rettungshubschrauber Pelikan 1 direkt in das Krankenhaus Bozen geflogen. Während der Notarzt das Opfer begleitete, kümmerten sich die verbliebenen Feuerwehrkräfte um die Sicherung des Wracks, um ein weiteres Abrutschen oder den Austritt von Betriebsstoffen im steilen Hang zu verhindern. Der koordinierte Einsatz in Schenna konnte erst beendet werden, nachdem alle Gefahrenquellen beseitigt waren.
Beteiligte Organisationen und Abschluss
Insgesamt waren mehrere Organisationen an der erfolgreichen Rettungskette beteiligt. Neben den örtlichen Feuerwehren und den Sanitätsdiensten sorgte das Notarztteam für die klinische Erstversorgung. Die genaue Ursache für den Absturz über die Mauer ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Dieser Einsatz in Schenna unterstreicht erneut die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen Feuerwehren und der Flugrettung in den alpinen Regionen Südtirols.

