Nach dem verheerenden Feuer in der Tiefgarage des Bergneustädter Rathauses herrscht nun Gewissheit über die Brandursache. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (12.03.2026) brannte ein Streifenwagen der Polizei Bergneustadt vollständig aus. Die kriminalpolizeilichen Untersuchungen, bei denen auch ein Brandsachverständiger hinzugezogen wurde, bestätigten den schlimmen Verdacht: Das Fahrzeug wurde vorsätzlich in Brand gesetzt.
Klare Worte der Behördenleitung
Landrat Klaus Grootens, Leiter der Kreispolizeibehörde, verurteilte die Tat scharf. Er betonte, dass Brandstiftung eine unkalkulierbare Gefahr darstelle, bei der jederzeit auch Menschenleben hätten gefährdet werden können. Ein besonderer Dank galt der Feuerwehr, die durch ihr schnelles Eingreifen in der Nacht verhinderte, dass die Flammen auf das Gebäude oder weitere Fahrzeuge der Polizei Bergneustadt übergriffen. Trotz des schnellen Einsatzes entstand an dem betroffenen Streifenwagen Totalschaden.
Staatsschutz ermittelt wegen politischer Motivation
Aufgrund der Art des Ziels – ein Fahrzeug der Exekutive – hat der Staatsschutz der Polizei Köln die weiteren Ermittlungen übernommen. Ein politisches Motiv für den Anschlag auf die Polizei Bergneustadt kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Konkrete Hinweise auf die Täter liegen den Ermittlern bislang jedoch nicht vor. Die Polizei wertet derzeit Spuren vom Tatort sowie mögliche Aufzeichnungen von Überwachungskameras im Umfeld des Rathauses aus.
Zeugenaufruf der Polizei Köln
Die Ermittler sind auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Wer in der Tatnacht im Bereich der Rathaus-Tiefgarage verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Informationen zu möglichen Tätern geben kann, wird gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt der Staatsschutz der Polizei Köln unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Jeder Hinweis kann entscheidend sein, um diesen gezielten Angriff auf die Sicherheitseinrichtungen der Stadt aufzuklären.

