StartFeuerwehreinsätzeFeuerwehr im Einsatz in Dresden: Brände in Tiefgarage und Hochhaus

Feuerwehr im Einsatz in Dresden: Brände in Tiefgarage und Hochhaus

Dramatische Stunden für die Dresdner Brandschützer – Tiefgarage in der Südvorstadt nach Pkw-Defekt komplett verraucht – Fahrradakku löst Feuer im 12. Obergeschoss eines Hochhauses aus – Mehrere Personen gerettet.

Die Feuerwehr im Einsatz in Dresden erlebte am 10. Mai 2026 einen äußerst fordernden Sonntag. Über mehrere Stunden hinweg mussten die Einsatzkräfte zu zwei technisch anspruchsvollen Bränden ausrücken, die sowohl eine massive Verrauchung in einer Tiefgarage als auch eine dramatische Menschenrettung in einem Wohnhochhaus zur Folge hatten.

Fahrzeugbrand in Tiefgarage sorgt für starke Verqualmung

Gegen 13:20 Uhr wurden die ersten Einheiten in die Hohe Straße (Südvorstadt) alarmiert. Ein Fahrzeughalter wollte seinen Pkw in einer Tiefgarage starten, wobei es im Motorraum zu einem Brand kam. Trotz eigener Löschversuche des Besitzers entwickelte sich dichter, schwarzer Qualm, der aus der Zufahrt und mehreren Lichtschächten drang. Die Brandschützer gingen unter Atemschutz vor, um das Feuer zu löschen. Aufgrund der Größe der Anlage musste später ein Großventilator eingesetzt werden, um den giftigen Rauch kontrolliert abzusaugen.

Menschenrettung im 12. Stock: Feuerwehr im Einsatz in Dresden-Zschertnitz

Noch während die Nachbereitungen in der Südvorstadt liefen, kam es am späten Abend zu einem weiteren schweren Zwischenfall.

Fahrradakku setzt Wohnung in Brand

Gegen 23:01 Uhr brach in der Michaelangelostraße ein Feuer im 12. Obergeschoss eines Hochhauses aus. Ursache war nach ersten Erkenntnissen ein Fahrradakku, der während des Ladevorgangs in Brand geraten war. Ein 14-jähriger Junge konnte sich eigenständig ins Treppenhaus retten, während zwei weitere Bewohner auf einer Loggia am Ende des verrauchten Flures festsaßen. Die Einsatzkräfte retteten die Personen mittels Brandfluchthauben durch den giftigen Qualm. Der Jugendliche wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Bilanz der Einsatztage

Nach Abschluss der Löschmaßnahmen waren in beiden Fällen umfangreiche Belüftungsarbeiten notwendig, um die Gebäude wieder sicher betreten zu können.

Umfangreiche Schadstoffmessungen in Wohngebäuden

Sowohl in der Südvorstadt als auch in Zschertnitz führten Spezialisten der Feuerwehr Messungen durch, um sicherzustellen, dass kein gefährlicher Brandrauch in die angrenzenden Wohnungen eingedrungen war. Während in der Hohen Straße Entwarnung gegeben werden konnte, blieb die Brandwohnung im Hochhaus aufgrund der massiven Schäden unbewohnbar. Die Feuerwehr im Einsatz in Dresden war mit insgesamt rund 90 Kräften verschiedener Wachen über den Tag verteilt gebunden. Die Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen zur genauen Schadenshöhe aufgenommen.