Ein folgenschwerer Großbrand hat die Feuerwehr in Burscheid am frühen Samstagabend, den 30. Mai 2026, massiv gefordert. Gegen 18:20 Uhr wurde zunächst der Löschzug Stadtmitte zu einem vermeintlich gewöhnlichen Pkw-Brand nach Straßerhof alarmiert. Binnen weniger Minuten spitzte sich die Situation vor Ort jedoch dramatisch zu. Da das Fahrzeug augenblicklich in Vollbrand stand und die Flammen auf einen angrenzenden Gewerbebetrieb überzugreifen drohten, wurde bereits um 18:23 Uhr Vollalarm für alle vier Löschzüge der Stadt ausgelöst. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einheiten stieg eine massive, tiefschwarze Rauchsäule in den Abendhimmel auf.
Gasflaschen explodieren am Brandherd
Die Rauchwolke war so gewaltig, dass sie in zahlreichen Nachbarortschaften wahrgenommen wurde und zu einer Vielzahl von Notrufen führte – unter anderem wählten auch besorgte Bürger auf Leverkusener Stadtgebiet den Notruf. Beim Eintreffen der ersten Retter bot sich ein Bild der Zerstörung: Mehrere Fahrzeuge standen lichterloh in Flammen. Erschwert wurden die Arbeiten der Feuerwehr in Burscheid durch mehrere Gasflaschen, die in unmittelbarer Nähe zum Brandherd explodierten. Die Einsatzkräfte leiteten sofort einen massiven Löschangriff ein, um die umliegenden Gebäude vor dem Inferno zu schützen.
Massiver Löschangriff und Bilanz des Großbrandes
Trotz des schnellen Eingreifens fielen mehrere Wohnwagen, Wohnmobile und Pkw den Flammen vollständig zum Opfer.
Schutz der Gebäude gelingt unter hohem Aufwand
Durch die immense Wärmestrahlung des Brandes wurden auch gelagerte Materialien und Container im Umfeld stark beschädigt. Das Hauptziel, die angrenzenden Gebäude zu schützen, konnte von den Wehrleuten jedoch erfolgreich umgesetzt werden. Um das Feuer einzudämmen, kamen zeitweise vier C-Rohre, zwei B-Rohre sowie ein Wenderohr über die Drehleiter zum Einsatz. Die Löschwasserversorgung musste aufwendig über mehrere Hydranten im Umkreis aufgebaut werden.
Sommerliche Temperaturen fordern die Einsatzkräfte
Insgesamt war die Feuerwehr in Burscheid mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort aktiv. Die sommerlichen Temperaturen forderten von den Rettern unter schwerer Schutzkleidung alles ab: Zwei Feuerwehrleute erlitten im Verlauf des Einsatzes einen Erschöpfungszustand. Sie wurden vom Rettungsdienst erstversorgt, konnten ihren Dienst nach einer kurzen Pause aber glücklicherweise fortsetzen. Gegen 20:00 Uhr begann die Phase der Nachlöscharbeiten. Der Einsatz war gegen 21:00 Uhr offiziell beendet, bevor an den Wachen die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft folgte. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

