Ein außergewöhnlich ereignicher Samstag hat die Feuerwehr in München am 30. Mai 2026 im gesamten Stadtgebiet gefordert. Gegen 14:38 Uhr ereignete sich der schwerste Vorfall des Tages im Stadtteil Ebenau. Im Kreuzungsbereich der Dachauer Straße und der Landshuter Allee kollidierte ein Pkw so heftig mit einer Straßenbahn, dass die Tram infolgedessen entgleiste. Der 19-jährige Autofahrer erlitt eine Kopfplatzwunde, während seine drei Mitfahrer sowie eine 72-jährige Bahninsassin leichte Verletzungen davontrugen. Der Trambahnfahrer musste von einem Kriseninterventionsteam betreut werden, während der Rettungsdienst vier Verletzte in Kliniken transportierte.
Verkehrschaos rund um die Unfallstelle
Neben einer bestehenden Baustelle und einer Parallelveranstaltung im SAP Garden sorgten die Fahrspursperrungen für massiven Rückstau im Münchner Westen. Die Tramstrecke war in beide Richtungen blockiert. Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schafften es schließlich mit Unterstützung der Feuerwehr, die Bahn wieder auf die Gleise zu setzen.
Drohnenteam der Feuerwehr in München bekämpft Flächenbrand
Am späten Samstagabend gegen 21:29 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Vegetationsbrand an einer Bahnstrecke in Berg am Laim gerufen.
Wärmebildkamera führt Löschtrupps zum Ziel
Da der Anrufer nicht mehr vor Ort war, gestaltete sich die Suche nach dem Brandherd an der Thomas-Hauser-Straße zunächst schwierig. Erst der gezielte Einsatz der Drohneneinheit brachte den Durchbruch: Mittels Wärmebildtechnik wurde die betroffene Fläche von rund 120 Quadratmetern aus der Luft lokalisiert. Die Einsatzkräfte am Boden konnten die Glutnester anschließend rasch mit einem Löschrohr und Feuerpatschen eindämmen und Schlimmeres verhindern.
Mehrere Gasausströmungen im gesamten Stadtgebiet
Zusätzlich zu den Unfällen und Bränden kam es innerhalb weniger Stunden zu einer Serie von Gasalarmen.
CO₂-Austritt in Discounter und Altstadt-Lokal
Bereits in den frühen Morgenstunden rückte die Feuerwehr in München zu einer Discounterkette aus. Wegen einer undichten Kühlanlage trat Kohlenstoffdioxid (CO₂) aus, weshalb der Markt und eine Bäckerei gesperrt werden mussten. Die Feuerwehr lüftete den Keller mit einem Hochleistungslüfter, sodass der Betrieb zeitnah wieder aufgenommen werden konnte. In der Nacht schlug zudem die Gefahrstoffmeldeanlage eines Lokals in der Altstadt an – hier war eine 50-Liter-CO₂-Flasche einer Zapfanlage undicht und musste ins Freie gebracht werden.
Handwerker bohrt Erdgasleitung im Westend an
Ein dritter Gasalarm ereignete sich im Westend, nachdem bei Wartungsarbeiten im Erdgeschoss eines Wohnhauses eine Erdgasleitung angebohrt worden war. Da das hochexplosive Gas deutlich hör- und riechbar ausströmte, räumte die Feuerwehr in München die Wohnung, dichtete das Leck provisorisch ab und stellte die Hauptversorgung ein. Die Stadtwerke übernahmen schließlich die finalen Reparaturarbeiten an der Gasanlage. Bei allen Gaseinsätzen wurde glücklicherweise niemand verletzt.

