Ein aufmerksamer Zeuge hat am frühen Sonntagmorgen, den 28. Juni 2026, einen Brandausbruch im Waldgebiet verhindert. Gegen 07:23 Uhr wurde die Feuerwehr Stockum-Püschen gemeinsam mit den Einheiten aus Langenhahn zu einer zunächst unklaren Brandnachschau in ein Waldstück nahe der Gemeinde alarmiert. Vor Ort lokalisierten die ersten Rettungskräfte eine Rauchentwicklung, die auf einen aktiven Schwelbrand zurückzuführen war. Das Feuer hatte sich bereits unbemerkt in den trockenen Waldboden gefressen und eine Fläche von mehreren Quadratmetern erfasst. Aufgrund der abgelegenen Lage im Forst mussten die Einheiten unverzüglich eine stabile Löschwasserversorgung aufbauen.
Über 400 Meter Schlauchleitung bis tief in das Waldgebiet verlegt
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Stockum-Püschen errichteten umgehend eine Wasserentnahmestelle an einem nahegelegenen Unterflurhydranten. Von dort aus wurde die Leitung zum Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) der Feuerwehr Langenhahn weitergeführt, welches den Weitertransport des Löschmittels tief in das Waldgebiet sicherstellte. Insgesamt mussten die Wehrleute für diese logistische Aufgabe rund 400 Meter B- und C-Schläuche durch das unwegsame Gelände verlegen.
Spezialwerkzeug zur Waldbrandbekämpfung und Kontrolle mit Wärmebildkamera der Feuerwehr Stockum-Püschen
Um an die tiefsitzenden Glutnester im humosen Waldboden zu gelangen, setzten die Einheiten auf einsatztaktische Spezialausrüstung.
Einsatz von Schaum-Wasser-Gemisch zeigt rasche Wirkung
Mit den Armaturen des speziellen Tanklöschfahrzeugs für Waldbrände der Feuerwehr Langenhahn wurde das betroffene Erdreich systematisch auseinandergezogen. Zeitgleich kam ein Schaum-Wasser-Gemisch aus mehreren Strahlrohren zum Einsatz. Durch den Zusatz des Schaummittels wird die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt, was eine deutlich bessere Eindringtiefe in das dichte Wurzelwerk ermöglicht. Insgesamt waren rund 4000 Liter Löschwasser erforderlich, um den Brandherd vollständig abzulöschen.
21 Rettungskräfte bis zum Vormittag im Dauereinsatz
Während des laufenden Löschangriffs und auch nach Abschluss der Flutungsmaßnahmen kontrollierten die Helfer die Fläche kontinuierlich mit einer Wärmebildkamera, um ein Wiederaufflammen verdeckter Glutnester auszuschließen. Gegen 10:00 Uhr konnte der Einsatz für die insgesamt 21 Feuerwehrkräfte, die unter anderem von der Wehrleitung der VG Westerburg und der FEZ Westerburg unterstützt wurden, erfolgreich beendet werden. Die zuständige Polizei Westerburg hat noch vor Ort die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache aufgenommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen der Feuerwehr Stockum-Püschen aktuell nicht vor.

