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Nach einem spektakulären Flug durch die Luft rettet die Feuerwehr Wiesbaden einen schwer verletzten Autofahrer

Fahrzeug überquert Grünstreifen und stürzt rund zehn Meter tief in dichtes Gestrüpp – Rettungshubschrauber landet an der Unfallstelle – Auffahrt zur Autobahn voll gesperrt.

Ein folgenschwerer und außergewöhnlicher Verkehrsunfall hat am Freitag, 26. Juni 2026, zu einem aufwändigen Rettungseinsatz im Rhein-Main-Gebiet geführt. Die Einheiten der Feuerwehr Wiesbaden sowie der Rettungsdienst wurden zu einer Schadensstelle auf der Tangente von der Bundesstraße 455 zur Bundesautobahn 671 gerufen. Aus bislang ungeklärter Ursache war ein BMW-Fahrer an der Anschlussstelle Mainz-Kastel von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug überfuhr zunächst eine Grünfläche, querte eine komplette Auffahrtspur und prallte schließlich in den Beginn einer Leitplanke. Diese Konstruktion wirkte wie eine Rampe. Das Auto wurde in die Luft katapultiert und flog rund 80 Meter weit, ehe es etwa zehn Meter tiefer im angrenzenden Unterholz aufschlug.

Einsatzkräfte müssen Motorsägen zur Befreiung einsetzen

Beim Sturz in das dichte Gehölz riss der Wagen mehrere Bäume und Sträucher nieder und hinterließ eine weite Schneise der Verwüstung. Für die ersteintreffenden Kräfte gestaltete sich der Zugang zum Wrack als extrem schwierig, da das Fahrzeug von außen zunächst nicht frei zugänglich war. Die Retter der Feuerwehr Wiesbaden mussten sich mithilfe von Kettensägen mühsam einen Rettungsweg durch das dichte Gebüsch freischneiden. Erst im Anschluss konnte das schwere technische Gerät zur Patientenrettung manuell durch das unwegsame Gelände an die eigentliche Aufprallstelle transportiert werden.

Medizinische Versorgung des Fahrers und weitreichende Verkehrssperrungen durch Feuerwehr Wiesbaden

Der schwer verletzte Fahrzeugführer war nach dem harten Aufprall im deformierten Innenraum seines Wagens eingeschlossen.

Transport in Spezialklinik und Bereitstellung des Luftretters

Die Einsatzkräfte stabilisierten das Fahrzeug und befreiten den Mann in enger Absprache mit dem anwesenden Notarzt aus seiner misslichen Lage. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde der Patient nach der Erstversorgung vor Ort mit einem Rettungswagen in eine Wiesbadener Klinik transportiert. Ein vorsorglich auf der Autobahn gelandeter Rettungshubschrauber musste den Transport schlussendlich nicht übernehmen, stellte jedoch den medizinischen Support sicher. Während der Rettungs- und anschließenden Bergungsmaßnahmen sperrten die Behörden die Auffahrt auf die A671 in Fahrtrichtung Wiesbaden komplett.

Polizeiliche Ermittlungen zur genauen Unfallursache eingeleitet

Durch die notwendige Vollsperrung des Autobahnzubringers kam es im Freitagsverkehr zu spürbaren Behinderungen und Rückstaus. Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen zum exakten Unfallhergang aufgenommen, um zu klären, warum der BMW-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der zerstörte Wagen musste im Anschluss von einem Abschleppunternehmen mittels Spezialkran aus dem dichten Unterholz geborgen werden. Nach dem Abschluss der technischen Maßnahmen konnten die Einheiten der Feuerwehr Wiesbaden den Einsatz nach rund zwei Stunden erfolgreich beenden.