Die Freiwillige Feuerwehr Goldbach hat nach einer intensiven Planungs- und Wartezeit ihre technische Ausstattung für die Menschenrettung und Brandbekämpfung modernisiert. In der vergangenen Woche reiste eine Abordnung der Wehr nach Ulm, um das neue Hubrettungsfahrzeug direkt im Herstellerwerk von Magirus abzuholen. Bevor das Spezialfahrzeug jedoch offiziell in den Einsatzdienst übernommen werden kann, steht für die Mannschaft in den kommenden Wochen ein straffes Programm auf dem Plan. Neben umfassenden Einweisungen der Einsatzkräfte müssen die Drehleitermaschinisten spezielle Ausbildungsfahrten und einsatztaktische Übungen absolvieren. Mit der Beschaffung der neuen Magirus M32L-AS investiert die Gemeinde in die Sicherheit der Bürger.
Gelenkarm ermöglicht Einsätze in engen Innenhöfen und hinter Dachkanten
Das Neufahrzeug ersetzt das bisherige Rettungsgerät aus dem Jahr 2002, das nach 24 Dienstjahren nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprach. Die moderne Konstruktion erreicht eine Rettungshöhe von bis zu 32 Metern. Ein wesentlicher technologischer Vorteil ist der integrierte Gelenkarm mit einer Eindringtiefe von bis zu 4,9 Metern. Durch diese Geometrie kann die Wehr künftig auch Einsatzstellen präzise ansteuern, die mit einer klassischen, starren Leiterkonstruktion kaum zugänglich sind. Dies betrifft insbesondere verwinkelte Innenhöfe oder Bereiche hinter markanten Dachaufbauten.
Erweiterte Kapazitäten für die Personenrettung und technische Assistenzsysteme bei der Freiwillige Feuerwehr Goldbach
Die Leistungsdaten des neuen Fahrzeugs wurden im Vergleich zum Vorgängermodell in allen relevanten Kernbereichen deutlich angehoben.
Schwerlasttragenhalterung für Patienten bis 300 Kilogramm
Zur Ausstattung gehört ein optimierter Rettungskorb, der eine Tragkraft von 400 Kilogramm aufweist und Platz für bis zu vier Personen bietet. Für die medizinische Rettung schwergewichtiger Patienten verfügt das System über eine spezielle Schwerlasttragenhalterung, die für Lasten bis zu 300 Kilogramm ausgelegt ist. Unterstützt werden die Maschinisten bei der Steuerung im Korb und am Hauptbedienstand durch das rechnergestützte Assistenzsystem „SmartControl“ von Magirus. Dieses erleichtert das millimetergenaue Manövrieren unter schwierigen Witterungsbedingungen oder bei minimalem Platzangebot in engen Straßenzügen.
Technische Daten des Mercedes-Benz-Fahrgestells
Das rund zehn Meter lange Hubrettungsfahrzeug besitzt ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Den Antrieb übernimmt ein 300 PS starker Dieselmotor auf einem Fahrgestell von Mercedes-Benz, das mit einem Allison-Vollautomatikgetriebe kombiniert ist. Nach dem erfolgreichen Abschluss aller internen Schulungsmaßnahmen wird das Fahrzeug die bisherige DLK 18/12 vollständig ersetzen. Unter dem offiziellen Funkrufnamen „Florian Goldbach 30/1“ steht die Technik der Freiwillige Feuerwehr Goldbach dann für die Menschenrettung, Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung zur Verfügung.

