Ein verheerender Großbrand in Lustadt bei Riwald Recycling hat am Montagnachmittag, den 20.04.2026, einen massiven Einsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Gegen 14:30 Uhr wurden die ersten Feuerwehren in die Waldstraße alarmiert, nachdem auf dem Betriebsgelände gelagerter Elektroschrott und Kunststoffgranulat in Brand geraten waren. Die weithin sichtbare schwarze Rauchsäule war kilometerweit zu erkennen und veranlasste die Behörden, eine Warnung über die NINA-App herauszugeben. Anwohner im Umkreis wurden dringend aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.
Gefahrenstoffe und Diesel-Tank im Fokus
Die Situation vor Ort war für die rund 140 Einsatzkräfte, darunter auch die Werkfeuerwehr von Daimler Germersheim, hochgradig kritisch. In der brennenden Halle befanden sich mehrere Druckgasbehälter, die von den Atemschutztrupps jedoch rechtzeitig geborgen und gekühlt werden konnten. Besondere Sorge galt zudem einem Diesel-Tank mit rund 5.000 Litern Treibstoff unter der Halle. Dank einer gezielten Riegelstellung gelang es den Wehren, ein Übergreifen der Flammen auf den Tank und angrenzende Hallenkomplexe zu verhindern.
Löscharbeiten dauern an: Details zum Großbrand in Lustadt bei Riwald Recycling
Gegen 17:00 Uhr konnte Markus Hoffmann, Pressesprecher der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Lingenfeld, vorsichtige Entwarnung geben: Das Feuer war unter Kontrolle. Dennoch gestalteten sich die Nachlöscharbeiten als äußerst schwierig. Mit einem Bagger mussten Teile der Lagerhalle eingerissen werden, um an die tiefsitzenden Glutnester im Kunststoffschreddergut zu gelangen. Das Material wird seither schichtweise umgeklappt und abgelöscht.
Keine Verletzten und erste Entwarnung
Trotz der dramatischen Lage gab es nach aktuellem Stand keine Verletzten. Auch der Landrat des Landkreises Germersheim machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Messungen der Luft und umliegender Gewässer ergaben glücklicherweise keine erhöhten Schadstoffwerte, sodass die Rauchwolke am Abend nur noch minimal war.
Die Löschwasserversorgung wurde über einen aufwendigen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt. Die Waldstraße sowie angrenzende Verkehrswege blieben für den Einsatz- und Pendelverkehr stundenlang gesperrt. Zur Brandursache und zur genauen Schadenshöhe nach dem Großbrand in Lustadt bei Riwald Recycling können derzeit noch keine Angaben gemacht werden; die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen aufnehmen, sobald der Brandort sicher betreten werden kann.

