Eine dramatische Großtierrettung in Dammbach hat am Mittwochnachmittag, den 15.04.2026, ein glückliches Ende gefunden. Gegen 14:55 Uhr schrillten die Alarmglocken der Freiwilligen Feuerwehr Dammbach, nachdem ein Pferd nahe der Gaststätte Ferschenmühle in eine Grube gestürzt war. Da sich das Tier aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte und die Lage als kritisch eingestuft wurde, forderten die Einsatzkräfte umgehend spezialisierte Unterstützung an. Neben der örtlichen Wehr kam der Großtierrettungszug des Inspektionsbereichs 2 zum Einsatz. Der Landkreis Aschaffenburg hält für solche Fälle zwei spezialisierte Züge bereit, die über eine umfangreiche Ausrüstung zur Rettung von Großtieren verfügen.
Medizinische Vorbereitung durch Tierarzt
Bevor die technische Hilfeleistung beginnen konnte, stand das Wohl des Tieres im Vordergrund. In enger Abstimmung mit einem herbeigerufenen Tierarzt wurde das Pferd medikamentös ruhiggestellt. Diese Maßnahme war notwendig, um den Stress für das Tier zu minimieren und eine gefahrlose Bergung für Mensch und Tier zu ermöglichen. Während der gesamten Großtierrettung in Dammbach wurde der Zustand des Vierbeiners kontinuierlich überwacht.
Kran-Einsatz bei der Großtierrettung in Dammbach
Für die eigentliche Bergung kam schwere Technik zum Einsatz. Der Kran des Rüstwagens aus Waldaschaff wurde in Position gebracht, während die Einsatzkräfte spezielles Hebegeschirr für Großtiere unter dem Bauch des Pferdes fixierten. Mit Fingerspitzengefühl wurde das Tier schließlich kontrolliert und schonend aus der Grube gehoben.
Pferd wohlauf an Besitzer übergeben
Nachdem das Pferd wieder festen Boden unter den Hufen hatte, übernahm der Tierarzt die weitere Versorgung. Erst als die Wirkung der Beruhigungsmittel nachgelassen hatte, durfte das Tier aufstehen. Zur großen Erleichterung des Besitzers überstand das Pferd den Sturz ohne schwere Verletzungen und konnte kurze Zeit später wohlauf übergeben werden.
Insgesamt waren 27 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen der Feuerwehren Dammbach, Waldaschaff und Winzenhohl vor Ort. Die Einsatzleitung oblag dem Dammbacher Kommandanten Benjamin Schäfer, der von Kreisbrandmeister Marco Laske unterstützt wurde. Dank der professionellen Zusammenarbeit von Feuerwehr und Veterinärmedizin konnte dieser nicht alltägliche Einsatz nach rund zwei Stunden erfolgreich beendet werden.

