StartFeuerwehreinsätzeGroßtierrettung in Stockach: Pferd in Wasserbecken verunglückt

Großtierrettung in Stockach: Pferd in Wasserbecken verunglückt

Pferd klemmt mit Hufen in Becken fest – Massive Unterstützung durch Kranwagen aus Radolfzell – Verletzungen nach Befreiung zu schwerwiegend.

Eine hochemotionale Großtierrettung in Stockach hat am Karfreitagnachmittag, den 03.04.2026, die Einsatzkräfte im Landkreis Konstanz gefordert. Gegen 14:38 Uhr wurde die Feuerwehr Stockach mit dem Alarmstichwort „H2 – Großtier in Notlage“ zur Bundesstraße 14 im Bereich Windegg in Fahrtrichtung Tuttlingen alarmiert. Ein Pferd war beim Durchqueren eines Wasserbeckens verunglückt und blieb mit den Hufen so unglücklich stecken, dass es sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Aufgrund der Komplexität der Lage wurde umgehend die Feuerwehr Radolfzell mit einem speziellen Gerätewagen (GW-T), der über einen leistungsstarken Ladekran verfügt, sowie die Tierrettung Südbaden nachgefordert.

Wasserbecken mit Tauchpumpen geleert

Um überhaupt zu dem Tier vordringen und die Hufe befreien zu können, leiteten die Brandschützer zunächst technische Maßnahmen ein. Das Wasserbecken wurde mit Hilfe von mehreren Tauchpumpen kontrolliert abgepumpt. Parallel dazu stimmten sich die Einsatzleiter eng mit der Tierrettung und einer anwesenden Tierärztin ab, um die schonendste Methode für die anstehende Befreiung festzulegen. Um Stress und Schmerzen für das Tier zu minimieren, sedierte die Tierärztin das Pferd während der Bergungsarbeiten. Erst nach dieser Maßnahme gelang es den Helfern, das Tier aus seiner Verkeilung im Becken zu lösen.

Trauriger Ausgang der Großtierrettung in Stockach

Trotz des schnellen Eingreifens und der Kooperation aller Fachdienste nahm der Einsatz ein trauriges Ende. Nach der erfolgreichen Befreiung aus dem Wasserbecken untersuchten die Mediziner das Tier eingehend. Dabei stellten sie fest, dass die Verletzungen am Bewegungsapparat so gravierend waren, dass keine Chance auf Heilung bestand.

Einschläferung noch an der Einsatzstelle

In Absprache mit den Besitzern und der Tierrettung Südbaden musste die schwere Entscheidung getroffen werden, das Pferd noch vor Ort von seinen Leiden zu erlösen und einzuschläfern. Die Großtierrettung in Stockach zeigt einmal mehr, wie physisch und psychisch belastend Einsätze mit verunglückten Tieren für die ehrenamtlichen Helfer sein können.

Gegen Abend konnten die Feuerwehren den Einsatz beenden und die Einsatzstelle wieder freigeben. Insgesamt waren zahlreiche Kräfte aus Stockach, Radolfzell und von der spezialisierten Tierrettung über mehrere Stunden im Einsatz, um dem Pferd in seiner Notlage beizustehen.