Ein nächtlicher Kraneinsatz in Großraming hat am 07. Mai 2026 die Spezialkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Steyr gefordert. Gegen 03:02 Uhr wurde der Technische Zug alarmiert, nachdem die Kameraden aus Großraming schwere Unterstützung zur Bergung eines verunfallten Fahrzeugs angefordert hatten. Ein Kastenwagen war aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und im angrenzenden Bachbett gelandet. Beim Eintreffen der Steyrer Kräfte war die Einsatzstelle bereits ausgeleuchtet, und eine Ölsperre verhinderte erste Umweltbelastungen im Gewässer.
Spezialgerät für schwieriges Gelände
Nach der Lageeinweisung durch die örtliche Einsatzleitung begannen acht Mann des Technischen Zuges mit den Vorbereitungen. Um den Kastenwagen sicher aus dem Bach zu heben, kamen ein schweres Kranfahrzeug, ein Schweres Rüstfahrzeug (SRF) sowie ein Wechselladefahrzeug (WLF) zum Einsatz. Die routinierte Zusammenarbeit der Wehren ermöglichte einen zügigen Ablauf der komplexen Bergungsmaßnahmen.
Sicherheitsvorkehrungen beim Kraneinsatz in Großraming
Besonderes Augenmerk galt während des gesamten Einsatzes der Sicherheit der beteiligten Feuerwehrmitglieder.
Abschaltung der 30-kV-Leitung erforderlich
Da unmittelbar über der Unfallstelle eine 30-kV-Leitung verlief, musste diese vor Beginn der Kranarbeiten vorsorglich abgeschaltet und geerdet werden. Erst nach dieser Freigabe konnte das Fahrzeug sicher aus dem Bachbett gehoben und in einer nahegelegenen Ausweichbucht abgestellt werden. Ohne diese Maßnahme wäre ein gefahrloses Arbeiten mit dem schweren Kran nicht möglich gewesen.
Erfolgreicher Einsatzabschluss
Dank der hervorragenden Koordination durch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Mayr und Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Martin Scharrer konnte der Einsatz noch vor Tagesanbruch beendet werden. Der Technische Zug rückte zeitgerecht wieder ein, sodass die beteiligten Kameraden pünktlich ihren regulären Arbeitstag antreten konnten. Dieser präzise durchgeführte Kraneinsatz in Großraming unterstreicht erneut die Bedeutung der überörtlichen Zusammenarbeit bei technischen Notfällen in schwierigem Gelände.

