Eine technisch anspruchsvolle Menschenrettung nach Verkehrsunfall hat in der Nacht zu Freitag, den 12. Juni 2026, die Feuerwehr und den Rettungsdienst der Stadt Dortmund intensiv gefordert. Gegen 00:15 Uhr verlor ein Autofahrer auf der Martener Straße im Stadtteil Lütgendortmund aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, schoss eine steile Böschung hinauf und kollidierte im Hang massiv mit einem Baum. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt der Fahrer schwere Verletzungen und wurde im stark deformierten Innenraum seines Autos eingeklemmt.
Instabile Lage des Wracks gefährdet Insassen und Retter
Für die ersten eintreffenden Einheiten der Feuerwache Marten stellte sich die Situation vor Ort als überaus komplex dar. Der unebene, dicht bewachsene Arbeitsbereich direkt im Hang sowie der völlig instabile Stand des verunfallten Personenkraftwagens bedeuteten eine akute Absturzgefahr. Um ein unkontrolliertes Abrutschen des Pkw während der medizinischen Versorgung zu verhindern, leiteten die Einsatzkräfte umgehend umfassende Stabilisierungsmaßnahmen mit speziellem Rüstholz und Abstützsystemen ein.
Technische Befreiung und Kooperation der Spezialeinheiten bei Menschenrettung nach Verkehrsunfall
Parallel zu den Sicherungsmaßnahmen lief die eigentliche technische Rettung des schwer verletzten Fahrers an.
Leitern und Leinen ermöglichen Zugang zum Unfallwagen
Da die Böschung extrem steil und rutschig war, bauten die Feuerwehrleute in Windeseile einen improvisierten Aufgang mittels tragbarer Leitern und Sicherungsleinen in den Hang. Erst über diese Konstruktion konnte der logistische Transport von schwerem hydraulischem Rettungsgerät wie Schere und Spreizer zur Unfallstelle überhaupt realisiert werden. Dank des strukturierten Vorgehens der Trupps im unwegsamen Gelände glückte die Menschenrettung nach Verkehrsunfall nach rund 40 Minuten kontinuierlicher Arbeit.
Großaufgebot an Rettungskräften im Dortmunder Westen
Der befreite Patient wurde im Anschluss hangabwärts transportiert und an den Rettungsdienst übergeben. Ein Notarzt sowie die Besatzung von zwei Rettungswagen übernahmen die medizinische Stabilisierung und brachten den Schwerverletzten in eine Dortmunder Spezialklinik. Im Einsatz waren neben dem Rettungsdienst die Berufsfeuerwachen Marten und Eichlinghofen, der Freiwillige Feuerwehr-Löschzug Lüttgendortmund, der B-Dienst der Feuerwache Stadtmitte sowie die Spezialeinheit Bergung. Die Polizei hat das Fahrzeug beschlagnahmt und die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

