In den Abendstunden des Donnerstags (19.03.2026) kam es in Minden zu einer Gewalttat, die Nachbarschaft und Rettungskräfte gleichermaßen erschüttert. In einem Einfamilienhaus in der Ziethenstraße eskalierte ein privater Konflikt derart, dass nun eine eigens eingerichtete Mordkommission in Minden wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Eine 56-jährige Frau schwebt nach einem brutalen Angriff weiterhin in akuter Lebensgefahr.
Eskalation im gemeinsamen Wohnhaus
Gegen 20:20 Uhr wurden Polizei und Rettungsdienst zu dem Wohnhaus gerufen, nachdem Zeugen auf das Geschehen aufmerksam geworden waren. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war es zwischen einem 64-jährigen Mann und seiner 56-jährigen Ehefrau zu heftigen Streitigkeiten gekommen. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung soll der deutsche Staatsangehörige zu einem Beil gegriffen und damit mehrfach auf den Kopf seiner Frau eingeschlagen haben. Die Verletzungen waren so schwerwiegend, dass die Frau umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste; ihr Zustand gilt auch am Folgetag als kritisch.
Festnahme und Ermittlungsstand
Der Tatverdächtige konnte von den eintreffenden Polizeibeamten noch am Tatort widerstandslos vorläufig festgenommen werden. Da die Schwere der Tat den Verdacht eines Tötungsdelikts begründet, übernahm die Staatsanwaltschaft Bielefeld gemeinsam mit der Mordkommission in Minden unter der Leitung von Kriminaloberkommissar Philipp Schröder die weitere Bearbeitung des Falls. Kriminaltechniker sicherten bis tief in die Nacht Spuren im Wohnhaus des Paares.
Haftbefehl wegen versuchten Mordes
Am Freitag (20.03.2026) wurde der 64-Jährige einer Haftrichterin vorgeführt. Diese folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Beschuldigte befindet sich nun in Untersuchungshaft. Zum genauen Tatmotiv schweigen die Behörden derzeit noch, da die Ermittlungen noch am Anfang stehen. Ersten Hinweisen zufolge könnte jedoch eine bevorstehende Trennung der Eheleute der Auslöser für die tödliche Aggression gewesen sein.
Da die Geschädigte aufgrund ihrer lebensgefährlichen Verletzungen noch nicht ansprechbar ist, stützt sich die Mordkommission in Minden derzeit vor allem auf die Spurenlage am Tatort und Zeugenaussagen aus dem Umfeld.

