StartFeuerwehreinsätzePkw-Brand in Stuttgart-Plieningen: Elektroauto brennt aus

Pkw-Brand in Stuttgart-Plieningen: Elektroauto brennt aus

Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr verhindern das Übergreifen des Feuers – Fahrzeug wird mittels Mehrzweckzug vom Objekt weggezogen – Keine verletzten Personen.

Ein folgenschwerer Pkw-Brand in Stuttgart-Plieningen hat am Samstagnachmittag, den 13. Juni 2026, zu einem größeren Einsatz der Rettungskräfte geführt. Nach einem Notruf alarmierte die Integrierte Leitstelle umgehend die zuständigen Einheiten zu einem gemeldeten Fahrzeugbrand vor einem kombinierten Wohn- und Geschäftshaus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die kritische Lage: Ein Personenkraftwagen mit Elektroantrieb befand sich bereits im Vollbrand. Die massiven Flammen und die starke Hitzeentwicklung drohten unmittelbar auf das angrenzende Gebäude sowie auf ein weiteres, in der Nähe abgestelltes Auto überzugreifen. Glücklicherweise befanden sich zum Unfallzeitpunkt keine Personen mehr in dem betroffenen Objekt.

Riegelstellung schützt die Fassade des Geschäftshauses

Die Feuerwehr leitete umgehend einen koordinierten Löschangriff ein. Die Trupps nahmen zeitgleich zwei Löschrohre vor: Während ein Rohr direkt zur Bekämpfung des brennenden Fahrzeugs eingesetzt wurde, diente das zweite Löschrohr als sogenannte Riegelstellung dem Schutz der Gebäudefassade. Aufgrund des verbauten Hochvolt-Elektroantriebs und der damit verbundenen Gefahr einer thermischen Reaktion im Batteriepaket entschieden sich die Einsatzkräfte für eine technische Verlegung des Wracks. Mit einem manuellen Mehrzweckzug wurde der brennende Pkw kontrolliert vom Wohn- und Geschäftshaus weggezogen.

Zeitintensive Nachlöscharbeiten und Belüftung der Wohnräume

Durch das schnelle und gezielte Eingreifen der Wehren konnte die direkte Brandgefahr für die umliegende Infrastruktur zügig eingedämmt werden.

Maschinelle Überdruckbelüftung gegen den Brandrauch

Da im Zuge des Vollbrandes giftiger Brandrauch durch geöffnete Fenster und Undichtigkeiten in die darüberliegenden Wohneinheiten gezogen war, setzte die Feuerwehr Hochleistungslüfter ein. Die betroffenen Räume wurden durch die Einsatzkräfte maschinell belüftet und im Anschluss mit Messgeräten auf Kohlenmonoxid kontrolliert. Nach zeitintensiven Nachlöscharbeiten am Batteriegehäuse des E-Autos konnte der Brand schließlich vollständig gelöscht werden. Ein vorsorglich mitalarmierter Spezialbehälter der Flughafenfeuerwehr musste nicht mehr eingesetzt werden.

Kooperation von Berufs-, Freiwilliger und Werkfeuerwehr

Im Einsatz gebunden waren der Löschzug der Berufsfeuerwehrwache 5 sowie die Freiwillige Feuerwehr der Abteilung Plieningen mit einem Löschfahrzeug, einem Großtanklöschfahrzeug und einem Mannschaftstransportfahrzeug. Die Werkfeuerwehr des Stuttgarter Flughafens unterstützte zudem mit einem Wechselladerfahrzeug samt dem Abrollbehälter Hochvolt. Personen kamen bei dem Zwischenfall nicht zu Schaden. Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen zur genauen Ursache aufgenommen, die zu dem Pkw-Brand in Stuttgart-Plieningen führte.