Ein schwerer Kreuzungsunfall in Mainz-Mombach hat am Sonntagabend, den 14. Juni 2026, zu einem massiven Rettungseinsatz geführt. Gegen 19:30 Uhr kam es im stark frequentierten Bereich der Erzbergerstraße und der Oberen Kreuzstraße zu einem Zusammenstoß von drei Personenkraftwagen. Die Behörden meldeten in einer ersten Bilanz insgesamt elf verletzte Personen. Unter den Betroffenen befindet sich ein Schwerverletzter, drei mittelschwer verletzte Insassen sowie sieben Leichtverletzte, zu denen nach offiziellen Angaben der Rettungsdienste auch mehrere Kinder gehören.
Der Unfall ereignete sich, als ein VW Golf GTI die Erzbergerstraße in Richtung der Bundesautobahn 643 befuhr und auf der Kreuzung mit einem VW-Bus kollidierte.
Vorbildliche Zivilcourage: Ersthelfer richten verunfallten Kleinbus auf
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der VW-Bus auf die Seite geschleudert und rutschte gegen einen wartenden Opel Meriva. Unmittelbar nach dem Crash reagierten umstehende Passanten vorbildlich: Mehrere Ersthelfer schlossen sich spontan zusammen und stellten den umgekippten Großraum-Pkw gemeinschaftlich wieder auf die Räder, um die Insassen schnellstmöglich zu befreien. Bei dieser Rettungsaktion zog sich einer der Helfer tiefe Schnittwunden an den Händen zu. Zur psychologischen Betreuung der Unfallopfer und Zeugen wurden zudem mehrere Notfallseelsorger an die Einsatzstelle beordert.
Rettungsmaßnahmen der Feuerwehr und polizeiliche Ermittlungen vor Ort
Aufgrund der Vielzahl der verletzten Personen löste die Leitstelle umgehend das Alarmstichwort für einen Massenanfall von Verletzten aus.
Sanitäter aus zwei Städten übernehmen die Erstversorgung
Mehr als ein Dutzend Rettungswagen aus den Städten Mainz und Wiesbaden sowie drei Notärzte eilten zur medizinischen Erstversorgung an die Unfallstelle. Die Berufsfeuerwehr Mainz war gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Mombach mit über 20 Kräften vor Ort gebunden, um den Brandschutz sicherzustellen, Batterien abzuklemmen und Betriebsstoffe abzustreuen. Im Rahmen der Maßnahmen kam es zu einer vorläufigen Festnahme durch die Polizei. Zu den genauen Hintergründen und der Identität der Person machte die Behörde mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen noch keine Angaben.
Spurensicherung aus der Luft und massive Verkehrsbehinderungen
Um den exakten Hergang zu rekonstruieren, forderte die Polizei gegen 21:15 Uhr einen Polizeihubschrauber an, der den Kreuzungsbereich für fotografische Aufnahmen zur Spurensicherung mehrfach überflog. An allen drei Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden, weshalb sie abgeschleppt werden mussten. Die Sperrung führte im Liniennetz des ÖPNV zu erheblichen Ausfällen. Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, der zu dem Thema schwerer Kreuzungsunfall in Mainz beitragen kann, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion 2 unter 06131-65 34 250 zu melden.

