Ein schwerer Unfall auf dem Burgentrail hat am Samstagnachmittag, den 18.04.2026, ein Großaufgebot an Rettungskräften gefordert. Gegen 13:16 Uhr schrillten die Alarmglocken für die Freiwilligen Feuerwehren aus Hemsbach, Hörstein und Mömbris sowie für die Bergwacht und den Rettungsdienst. Ein Fahrradfahrer war in einem schwer zugänglichen Bereich gestürzt und hatte sich dabei schwerste Verletzungen zugezogen. Da der Einsatzort im dichten Waldgebiet lag, nutzte die Integrierte Leitstelle Untermain die Koordinaten der App what3words, um die Helfer zielgenau zum Abschnitt 2 des Trails zu lotsen.
Spezialfahrzeug bringt Polizei zum Unfallort
Die Feuerwehr Hemsbach übernahm unmittelbar die Sperrung der Zufahrten, während die ersten Kräfte mit der Erstversorgung des Patienten begannen. Aufgrund der schwierigen Topografie kam ein spezielles All-Terrain Vehicle (ATV) der Feuerwehr Hörstein zum Einsatz. Mit diesem kompakten, geländegängigen Fahrzeug wurde unter anderem die Polizei direkt zur Unfallstelle im oberen Trail-Bereich transportiert, um eine Überlastung der schmalen Waldwege durch zu viele schwere Fahrzeuge zu vermeiden.
Mit der Gebirgstrage zum Helikopter: Unfall auf dem Burgentrail
Nachdem der Notarzt mit dem Frankfurter Rettungshubschrauber „Christoph 2“ eingeflogen worden war, stabilisierten die Mediziner den Verunfallten vor Ort. Die Bergung aus dem Hang erfolgte mittels einer Gebirgstrage und einer Vakuummatratze durch die Spezialisten der Bergwacht.
Abtransport in die Klinik
Der Patient wurde im Anschluss zum bereitstehenden Rettungswagen verbracht und zum Landeplatz des Hubschraubers transportiert. Von dort aus erfolgte der Flug zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus. Während des laufenden Einsatzes mussten die First Responder der Feuerwehr Mömbris kurzzeitig abgezogen werden, um parallel einen weiteren medizinischen Notfall im Ortsgebiet zu versorgen.
Kommandantin Laura Hoffmann zog nach dem Ende des Einsatzes gegen 15:00 Uhr eine positive Bilanz: „Die enge und reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Blaulichtorganisationen hat sich eindrucksvoll bewährt.“ Insgesamt waren 21 Feuerwehrkräfte, die Bergwacht sowie der Rettungsdienst beteiligt, um nach dem Unfall auf dem Burgentrail schnelle Hilfe zu leisten. Die genaue Ursache für den Sturz des Radfahrers ist derzeit noch Teil der polizeilichen Ermittlungen.

