StartFeuerwehreinsätzeUnfall auf der A3 bei Hünxe: E-Auto prallt gegen Mittelleitplanke

Unfall auf der A3 bei Hünxe: E-Auto prallt gegen Mittelleitplanke

Großaufgebot der Feuerwehren Hünxe und Dinslaken im Einsatz – Hochvoltsystem nach Aufprall gesichert – Trümmerteile verursachen Folgeschäden auf Gegenfahrbahn.

Ein folgenschwerer Unfall auf der A3 bei Hünxe hat am späten Samstagabend, den 11.04.2026, zu einem größeren Einsatz der Rettungskräfte geführt. Gegen 20:33 Uhr wurden die Einheiten Hünxe, Bruckhausen und Drevenack mit dem Stichwort „Person eingeklemmt“ in Fahrtrichtung Oberhausen alarmiert. Da die Lage zunächst unklar war, entsandte die Leitstelle neben der Autobahnpolizei auch drei Rettungswagen und zwei Notärzte zur Einsatzstelle. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Pkw ins Schleudern geraten und mit der mittleren Fahrbahnbegrenzung kollidiert war. Glücklicherweise konnten die drei Insassen das Wrack bereits vor Eintreffen der Feuerwehr aus eigener Kraft verlassen. Der Rettungsdienst sichtete die Betroffenen; sie erlitten lediglich leichte Verletzungen und verblieben nach der Untersuchung vor Ort.

Technische Sicherung des Hochvoltsystems

Da es sich bei dem verunfallten Pkw um ein Elektrofahrzeug handelte, mussten die Einsatzkräfte besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen. Um die Brandgefahr zu minimieren, wurde neben dem herkömmlichen 12-Volt-System auch das Hochvoltsystem stromlos geschaltet. Aufgrund der massiven Verformung der Karosserie war dies jedoch nur durch den Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät möglich, mit dem die Motorhaube gewaltsam geöffnet werden musste.

Trümmerregen nach dem Unfall auf der A3 bei Hünxe

Die Wucht des Aufpralls gegen die Mittelleitplanke war so gewaltig, dass Trümmerteile auf die Gegenfahrbahn in Richtung Niederlande geschleudert wurden. Zwei dort fahrende Pkw konnten den Hindernissen nicht mehr ausweichen und kollidierten mit den Trümmern. An einem der Fahrzeuge traten infolgedessen Betriebsmittel aus. Die Feuerwehr Hünxe übernahm die Erstabsicherung dieses Abschnitts und übergab die Einsatzstelle im weiteren Verlauf an die Feuerwehr Dinslaken.

Rückstau durch einspurige Verkehrsführung

Während der gesamten Maßnahmen wurde der Verkehr in beide Richtungen von der Polizei einspurig an den Unfallstellen vorbeigeführt. Trotz der späten Abendstunde kam es zu einem spürbaren Rückstau auf der Fernverbindung.

Nachdem die Einsatzstellen großflächig ausgeleuchtet und alle Gefahren beseitigt waren, konnte der Einsatz nach etwa einer Stunde beendet werden. Der Unfall auf der A3 bei Hünxe zeigt erneut, wie komplex technische Hilfeleistungen bei modernen Antriebssystemen sein können. Zur genauen Unfallursache hat die Autobahnpolizei die Ermittlungen aufgenommen.