Ein schwerer Unfall auf der L288 bei Westerburg hat am Freitagabend, den 27.03.2026, zu einem großangelegten Rettungseinsatz geführt. Gegen 20:27 Uhr wurden die Feuerwehren aus Westerburg, Gershasen und Wengenroth mit dem Stichwort „Eingeklemmte Person“ alarmiert. An der Einsatzstelle im Bereich der Abfahrt Wengenroth bot sich den Rettern ein Trümmerfeld: Einer der beteiligten Pkw lag auf dem Dach in einem Straßengraben, während das zweite Fahrzeug schwer beschädigt auf der Fahrbahn zum Stehen gekommen war.
In dem im Graben liegenden Fahrzeug waren die Insassen massiv eingeklemmt. Die Feuerwehr musste hydraulisches Rettungsgerät sowie Lufthebekissen einsetzen, um den Wagen anzuheben und die Personen aus dem Wrack zu befreien. Parallel dazu unterstützten weitere Kräfte den Rettungsdienst bei der Evakuierung des Fahrers aus dem auf der Straße befindlichen Pkw.
Jede Hilfe kam zu spät
Trotz des schnellen Eingreifens der 32 Feuerwehrleute und des Rettungsdienstes nahm das Unglück einen traurigen Ausgang. Die Fahrerin des überschlagenen Pkw sowie der Fahrer des zweiten Fahrzeugs erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Eine Beifahrerin im Graben-Fahrzeug überlebte die Kollision mit schwersten Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungshubschrauber „Christoph 77“ in eine Spezialklinik geflogen. Die Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle großflächig aus, stellte den Brandschutz sicher und bündelte auslaufende Betriebsstoffe, um Umweltschäden zu verhindern.
Vollsperrung und Ermittlungen nach dem Unfall auf der L288 bei Westerburg
Aufgrund der Schwere des Ereignisses wurde die L288 für mehrere Stunden vollständig gesperrt. Die Feuerwehr Wengenroth errichtete gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität eine Umleitung. Zur detaillierten Unfallaufnahme forderte die Polizei Westerburg das spezialisierte Verkehrsunfallteam (VU-Team) der Polizei Koblenz an, um den exakten Hergang zu rekonstruieren.
Zahlreiche Hilfsorganisationen vor Ort
Im Einsatz waren neben den Feuerwehren der Verbandsgemeinde Westerburg auch drei Rettungswagen und zwei Notärzte aus der Region sowie Einheiten aus Hessen. Die psychosoziale Notfallversorgung wurde ebenfalls in die Wege geleitet, um Beteiligte und Einsatzkräfte nach diesem belastenden Unfall auf der L288 bei Westerburg zu unterstützen.
Der Einsatz zog sich bis tief in die Nacht. Erst nach der polizeilichen Spurensicherung und der Bergung der Fahrzeuge durch Fachunternehmen konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

