StartUncategorizedUnfall in Dresden-Briesnitz: Straßenbahn nach Kollision entgleist

Unfall in Dresden-Briesnitz: Straßenbahn nach Kollision entgleist

Zusammenstoß im Kreuzungsbereich Warthaer Straße – MANV-Alarm für Dresdner Rettungskräfte – 30 Personen medizinisch versorgt – Aufwendige Bergung der entgleisten Bahn durch Spezialkräfte.

Ein schwerer Unfall in Dresden-Briesnitz hat am Dienstagmorgen, den 05.05.2026, einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Gegen 08:40 Uhr kollidierten im Bereich der Warthaer Straße und der Cossebauder Straße eine Straßenbahn und ein Linienbus der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) aus bislang ungeklärter Ursache. Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass die Straßenbahn in einer Kurve aus dem Gleisbett sprang und entgleiste. Sowohl im Bus als auch in der Bahn wurden zahlreiche Fahrgäste durch den plötzlichen Zusammenstoß in den Fahrzeugen umhergeschleudert.

Rettungskräfte lösen MANV-Alarm aus

Aufgrund der hohen Anzahl an betroffenen Personen lösten die ersten Einsatzkräfte vor Ort das Stichwort MANV (Massenanfall von Verletzten) aus. Dies führte zur Alarmierung zahlreicher zusätzlicher Rettungsmittel und zur Information der umliegenden Krankenhäuser. Insgesamt registrierten die Mediziner rund 30 Verletzte, darunter auch die beiden Fahrzeugführer, die neben der körperlichen Erstversorgung eine psychologische Betreuung erhielten.

Nach der Sichtung und ersten Behandlung an der Unfallstelle mussten fünf Personen mit schwereren Verletzungen in Krankenhäuser transportiert werden. Die weiteren 25 Betroffenen kamen mit leichten Verletzungen davon und konnten die Einsatzstelle nach der ambulanten Versorgung eigenständig verlassen.

Technische Hilfeleistung nach dem Unfall in Dresden-Briesnitz

Nachdem die medizinische Versorgung abgeschlossen war, verlagerte sich der Schwerpunkt des Einsatzes auf die technische Bergung der verunfallten Fahrzeuge.

Spezialkräfte heben tonnenschwere Bahn an

Fachberater der DVB sowie Spezialkräfte für Straßenbahnhilfeleistung der Feuer- und Rettungswachen Striesen und Albertstadt sind derzeit mit schwerem Gerät im Einsatz. Mit hydraulischen Hebegeräten und einer sogenannten Verschiebebrücke wird die entgleiste Straßenbahn schrittweise angehoben, um sie wieder sicher in das Gleisbett einzusetzen. Da diese Arbeiten hochkomplex sind, werden die Maßnahmen voraussichtlich noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten bleiben die Warthaer Straße und die Cossebauder Straße vollständig gesperrt. Insgesamt befinden sich rund 90 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Dresden, der Stadtteilfeuerwehren Wilschdorf und Weixdorf sowie diverser Rettungswachen vor Ort. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache für den Unfall in Dresden-Briesnitz aufgenommen, während der Verkehr im Stadtteil weiträumig umgeleitet wird.