Ein äußerst ungewöhnlicher Unfall in Ennepetal hat am Dienstagnachmittag, den 05.05.2026, für Staunen bei den Rettungskräften gesorgt. Gegen 16:30 Uhr erhielt eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiwache Ennepetal einen Einsatzbefehl zur Wüstefeldstraße. Bereits die Erstmeldung des Anrufers klang surreal: Er teilte der Leitstelle mit, dass sich sein eigenes Auto soeben in seine Küche „verirrt“ habe. Vor Ort bestätigte sich die skurrile Lage für die Beamten schließlich in vollem Umfang. Ein Pkw war mit beträchtlicher Wucht rückwärts durch die massive Hauswand gefahren und kam erst inmitten der Kücheneinrichtung zum Stillstand.
Zu viel Gas beim Aufbocken
Wie es zu diesem Vorfall kommen konnte, erklärte der Fahrer den Einsatzkräften noch vor Ort. Er hatte eigentlich beabsichtigt, sein Fahrzeug für Wartungsarbeiten aufzubocken. Dabei gab er jedoch laut eigenen Angaben versehentlich etwas zu viel Gas, wodurch der Wagen außer Kontrolle geriet und die Wand des Wohnhauses durchschlug. Die Küche wurde bei dem Manöver schwer beschädigt, während das Heck des Fahrzeugs tief im Gebäude steckte.
Bergung und Gebäudesicherheit nach dem Unfall in Ennepetal
Aufgrund der massiven Beschädigungen an der Bausubstanz konnte das Fahrzeug nicht sofort aus der Wand entfernt werden.
Technisches Hilfswerk prüft die Statik
Zunächst wurde das Technische Hilfswerk (THW) zur Einsatzstelle gerufen, um die Statik des betroffenen Wohnhauses eingehend zu überprüfen. Erst nachdem die Experten grünes Licht gegeben und die Einsturzgefahr ausgeschlossen hatten, konnten die Helfer damit beginnen, den Wagen vorsichtig aus der beschädigten Hauswand zu ziehen. Trotz der immensen Zerstörungen an der Einrichtung und dem Mauerwerk gab es bei diesem Zwischenfall ein großes Glück im Unglück.
Weder der Fahrer selbst noch andere Bewohner des Hauses wurden bei dem Vorfall verletzt. Dennoch ist der entstandene Sachschaden an dem Wohngebäude und dem Pkw erheblich. Die Polizei hat den kuriosen Unfall in Ennepetal formell aufgenommen. Während die Handwerker nun vor der Aufgabe stehen, die Küchenwand wieder aufzubauen, dürfte dieser Einsatz den beteiligten Beamten und THW-Helfern noch lange als einer der außergewöhnlichsten Vorfälle des Jahres in Erinnerung bleiben. Der Sachschaden wird derzeit noch ermittelt, liegt jedoch vermutlich im hohen fünfstelligen Bereich.

