Eine gefährliche Trunkenheitsfahrt hat am Mittwochabend, den 4. März 2026, zu einem folgenschweren Unfall in Wismar geführt. Eine 54-jährige Frau verursachte in der Straße „Am Salzhaff“ eine Serie von Kollisionen und versuchte anschließend, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Dank des beherzten Eingreifens eines Zeugen konnte die Polizei die hochgradig alkoholisierte Fahrerin jedoch noch in der Nähe des Unfallorts stellen.
Kollisionskurs in der Straße „Am Salzhaff“
Gegen 19:00 Uhr war die 54-Jährige mit ihrem Ford in der Straße „Am Salzhaff“ in Fahrtrichtung „An der Koggenoor“ unterwegs. Während der Fahrt verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug und touchierte nacheinander zwei am Straßenrand geparkte PKW sowie ein zusätzlich dort abgestelltes Motorrad. Anstatt nach dem dreifachen Unfall in Wismar anzuhalten und den Schaden zu melden, setzte die Frau ihre Fahrt zunächst fort.
Zeuge verhindert Flucht der Alkoholsünderin
Die Unfallflucht währte jedoch nur kurz. Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Kollisionen beobachtet und folgte der Ford-Fahrerin, die ihren Wagen in geringer Entfernung zum Unfallort schließlich abstellte. Der Mann informierte umgehend die Polizei und hinderte die 54-Jährige aktiv daran, ihre Fahrt fortzusetzen oder sich vom Fahrzeug zu entfernen, bis die Beamten eintrafen.
Schockierender Atemalkoholwert von 2,8 Promille
Bei der anschließenden Überprüfung der Fahrtauglichkeit durch die alarmierten Polizisten bestätigte sich der Verdacht auf massiven Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest bei der Frau ergab einen Wert von 2,80 Promille.
Infolge der Feststellungen leiteten die Beamten sofortige Maßnahmen ein:
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Blutprobe: Zur gerichtsverwertbaren Bestimmung des Alkoholwerts wurde eine Blutentnahme angeordnet.
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Sicherstellung: Die Fahrzeugschlüssel des Ford wurden sichergestellt, um eine weitere Gefährdung auszuschließen.
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Fahrverbot: Die Weiterfahrt wurde der 54-Jährigen untersagt, zudem wurde die zuständige Führerscheinstelle über den Vorfall informiert.
Strafanzeigen und hoher Sachschaden
Die Polizei schätzt den bei dem Unfall in Wismar entstandenen Gesamtschaden an den drei touchierten Fahrzeugen sowie dem Ford der Verursacherin auf rund 3.000 Euro. Gegen die Frau wurden nun mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr sowie des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.



